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Therapiepausen nichts für HIV-Infizierte

BOSTON (ple). Therapie-Unterbrechungen schaden HIV-Infizierten mehr als dass sie nützen. Das bestätigt die Schlussauswertung einer Studie mit fast 5500 HIV-Infizierten.

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Die Auswertung wurde jetzt beim 15. Kongress über Retroviren und opportunistische Infektionen in Boston präsentiert. Wie berichtet, war die SMART*-Studie vorzeitig abgebrochen worden, weil in der Gruppe mit Therapiepausen nicht nur Aids-definierende Erkrankungen - etwa Pneumocystis-Pneumonie -, sondern überraschend auch Nicht-Aids-definierende Erkrankungen wie Herzinfarkte sowie Leber- und Nierenerkrankungen und unerwünschte Wirkungen der HIV-Medikamente signifikant häufiger auftraten. Patienten mit mehr als 350 CD4-Zellen pro Mikroliter wurden entweder kontinuierlich oder mit Unterbrechungen und erneutem Therapiebeginn bei 200 bis 350 Zellen behandelt.

Wie der Epidemiologe Professor Wafaa Mahmoud El-Sadr aus New York berichtet hat, ließ sich durch Wiederaufnahme der Therapie nach der Therapiepause das erhöhte Risiko für opportunistische Infektionen nicht wieder komplett wettmachen. Im Vergleich zu Patienten mit kontinuierlicher Therapie hatten HIV-Infizierte mit Therapiepausen weiterhin ein um etwa 37 Prozent erhöhtes Risiko für opportunistische Infektionen oder zu sterben. Der US-Aids-Therapeut Dr. John Mellors aus Pittsburgh empfahl deshalb, auf Therapiepausen zu verzichten.

*SMART: The Strategies for Management of Antiretroviral Therapy-Study

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