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Tipps zur Borreliose-Prophylaxe wichtig

JENA (dpa). Der knackige Winter konnte den Zecken nichts anhaben. Jetzt krabbeln sie wieder, warnen Experten und raten zur Prophylaxe von FSME und Borreliose.

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Je länger eine Zecke saugt, desto höher ist das Risiko für eine Borreliose oder eine Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).
© Ste2.0 / fotolia.com

Je länger eine Zecke saugt, desto höher ist das Risiko für eine Borreliose oder eine Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). © Ste2.0 / fotolia.com

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Die Zahl der jährlichen Borreliose-Erkrankungen wird bundesweit auf 60 000 bis 80 000 geschätzt. Besonders in Süddeutschland ist zudem das Risiko erhöht, sich mit den Erregern von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zu infizieren. FSME ist in Deutschland allerdings viel seltener als Borreliose. Die höchste Zahl wurde 2006 mit 546 Erkrankungen registriert. 2009 wurden 313 FSME-Patienten gemeldet, davon 146 (46 Prozent) in Baden-Württemberg und 130 (41 Prozent) in Bayern. In Hessen erkrankten 16, in Thüringen 6 Menschen.

"Bei der Aufklärung über Zeckengefahren steht häufig die FSME im Vordergrund, weil dagegen geimpft werden kann", warnt die Deutsche Borreliose-Gesellschaft. Manchen Menschen sei daher nicht klar, dass sie sich trotz FSME-Impfung vor Borreliose schützen müssen. Zur FSME-Impfung wird wegen der möglichen schweren bis tödlichen Krankheitsverläufe geraten. In Deutschland starben von 2004 bis 2007 drei Menschen an der Infektion.    In den Risikogebieten nutzen inzwischen bis zu 32 Prozent der Bevölkerung die Impfung, sagt Professor Jochen Süss vom Friedrich-Löffler-Institut in Jena. Die Ständige Impfkommission rät Menschen zum Impfschutz, die in Risikogebieten leben oder dorthin reisen und sich in der Natur aufhalten wollen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten.

Wird eine Borreliose früh erkannt, bietet eine Antibiotika-Therapie gute Aussichten auf Erfolg. Das typische Erythema migrans trete allerdings nicht bei jedem Betroffenen auf, sagt Süss. Symptome wie Gelenk- und Muskelschmerzen können erst nach Wochen auftreten. Bei Patienten mit solchen Symptomen ist die Frage nach Zeckenstichen wichtig. Im Spätstadium ist eine Neuroborreliose möglich. Am besten sei es, Zeckenstiche zu vermeiden, rät Süss. Dazu ist in der Natur lange, geschlossene Kleidung zu empfehlen und zudem zu raten, den Körper regelmäßig auf Zecken abzusuchen.

Chronische Neuroborreliose wurde in dieser Studie nicht nachgewiesen (www.rki.de, Infektionskrankheiten A-Z).

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