Trastuzumab-Kombi punktet bei Brustkrebs

MÜNCHEN (eim). Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium, bei denen das Onkogen HER2/neu überexprimiert ist, profitieren von einer Kombi-Therapie. Docetaxel wird dabei mit dem Antikörper Trastuzumab kombiniert.

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Mit der Kombination ist nach aktuellen Studiendaten die krankheitsfreie Zeit signifikant länger als mit einer Therapie ohne den Antikörper. Und die Frauen leben offenbar länger.

An der BCIRG-006-Studie nahmen 3222 Frauen mit HER2/neu-positivem Brustkrebs im Frühstadium teil. 1073 Frauen erhielten das AC-T-Schema, also Adriamycin plus Carboplatin, gefolgt von dem Taxan Docetaxel (Taxotere®). 1074 Frauen bekamen AC-TH, das heißt zusätzlich zu dem AC-T-Regime ein Jahr lang Trastuzumab (Herceptin®). 1075 Frauen erhielten TCH: sechs Zyklen Docetaxel und Carboplatin plus ein Jahr lang Trastuzumab.

Primärer Endpunkt der Studie war das krankheitsfreie Überleben, wie Professor Wolfgang Eiermann aus München bei einer Veranstaltung von Sanofi-Aventis in München berichtet hat. Neue Zwischenergebnisse der Studie nach drei Jahren Nachbeobachtung belegen: Frauen, die zusätzlich Trastuzumab erhielten, schnitten besser ab. So war das relative Rezidivrisiko mit dem AC-TH-Schema um 39 Prozent und mit TCH um 33 Prozent geringer als mit AC-T.

Auch die Sterberaten unterschieden sich: In der AC-TH Gruppe war das relative Sterberisiko um 41 Prozent und mit TCH um 34 Prozent reduziert. Von den Patientinnen aus der AC-TH- und TCH-Gruppe lebten nach vier Jahren noch 92 und 91 Prozent. Mit AC-T, also ohne Trastuzumab, waren es lediglich 86 Prozent.

Die beiden Trastuzumab-haltigen Schemata AC-TH und TCH waren zwar ähnlich gut wirksam, die Anthrazyklin-freie Kombination TCH erwies sich jedoch als besser verträglich. Besonders die Kardiotoxizität sei hiermit geringer, so Eiermann. Der Anteil der Frauen mit kongestivem Herzversagen lag im AC-TH-Arm signifikant höher als in den beiden anderen Studiengruppen (20 versus jeweils vier Erkrankungen).

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