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Kommentar zu Herzinfarkt-Prävention

Überzeugender Erfolg

Von Beate Schumacher Veröffentlicht:

Nein, eine echte Überraschung ist das Ergebnis einer aktuellen US-Analyse nicht. Es besagt im Wesentlichen, dass Frauen, die gesund leben, eher gesund bleiben.

Auch der Weg dorthin ist nicht neu - ausgewogen essen, regelmäßig Sport treiben, schlank bleiben, nicht rauchen und wenig Alkohol trinken.

Eindrucksvoll ist jedoch der Erfolg eines solchen Programms: Frauen mit langjährigem optimalen Gesundheitsverhalten hatten im Alter um die 50 ein um 90 Prozent geringeres Herzinfarkt-Risiko als Frauen ohne die Maßnahmen.

Die Studie bestätigt damit die seit einigen Jahren angestrebte Vorverlagerung von Präventionsmaßnahmen.

Ging es früher vorrangig darum, bereits vorhandene Risikofaktoren so zu mildern, dass Krankheit und Tod verhindert wurden, will man heute möglichst schon die Entstehung der Risikofaktoren unterbinden - Primordial- statt Primärprävention.

Die Realität sieht allerdings anders aus. Allein durch die Zunahme der Adipositas in der Bevölkerung wird vermutlich mancher Erfolg der medikamentösen Prävention aufgefressen.

Auch in der genannten Studie erfüllten nur fünf Prozent der Teilnehmerinnen alle Kriterien eines gesunden Lebensstils. Die Studienergebnisse sind ein starkes Argument, dies zu ändern.

Lesen Sie dazu auch: Bei Frauen: Sechs Verhaltensweisen schützen vor Herzinfarkt

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