Lähmung plus Spastik

Ursache entdeckt

Ein Gendefekt verursacht die fortschreitende Spastik und Lähmung der Beine intrazellulär.

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TÜBINGEN. Tübinger Forscher haben die zugrundeliegenden Mechanismen der spastischen Spinalparalyse (hereditäre spastische Paraplegie) entschlüsselt, teilen das Hertie Institut für klinische Hirnforschung (HIH) und die Universitätsklinik Tübingen mit.

Der vererbte Gendefekt verursacht die fortschreitende Spastik und Lähmung der Beine intrazellulär: Er stört den Motorprotein-Transport biologischer Lasten innerhalb bestimmter Zellen.

Das hat auch Auswirkungen auf die Weiterleitung von Bewegungsimpulsen. Je weiter die Degeneration der Zellen fortschreitet, desto stärker ausgeprägt ist die krankheitstypische Störung der Beinmotorik.

"Diese Erkenntnis erleichtert auch zukünftige Forschungsarbeiten, da wir jetzt den zugrundeliegenden Mechanismus kennen. Als nächstes müssen wir herausfinden, wie wir diesen molekularen Transport positiv beeinflussen können. Gelingt uns dies, eröffnet das die Möglichkeit, neue Therapien zu entwickeln. Das kann jedoch noch Jahre dauern", wird Tobias Rasse vom HIH zitiert.

Die Studie ist veröffentlicht: PLoS Genet 8(11): e1003066

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