Verringertes Plaque-Volumen durch Sartan

MANNHEIM (Rö). Eine antihypertensive Therapie sollte die Gefäße vor Folgeschäden schützen oder diese sogar rückgängig machen. Dass atherosklerotische Plaques durch antihypertensive Therapie kleiner werden, hat eine Studie mit Olmesartan belegt.

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In der Pilot-Studie (More) sind die Effekte auf die Gefäße zweier Antihypertensiva verglichen worden: des traditionellen Betablockers Atenolol und des AT-II-Antagonisten Olmesartan. Darüber berichtete Professor Jürgen Scholze aus Berlin bei einem Symposium von Daiichi Sankyo zum Kardiologen-Kongress in Mannheim. Die wichtigsten Ergebnisse: Mit Olmesartan (vom Unternehmen als Olmetec® angeboten) und mit Atenolol verringerten sich der Blutdruck und die Intima-Media-Dicke der Carotiden. Das ist also offenbar eine Folge der Blutdrucksenkung. Bei einem zweiten Kriterium - der Veränderung der Plaque-Volumina - aber gab es signifikante Unterschiede. Der Betablocker hatte kaum Einfluss auf das Volumen, anders jedoch das Sartan. Es führte bei den größeren Plaques mit der Zeit zunehmend und signifikant zu einem Schrumpfen der Plaquegröße. Der Unterschied war weitgehend unabhängig vom Blutdruck.

An der doppelblinden randomisierten Studie haben etwa 160 Hypertoniker teilgenommen. Sie nahmen 20 bis 40 mg Olmesartan oder 50 bis 100 mg Atenolol, falls nötig, noch zusätzlich Hydrochlorothiazid. Nach 24 Monaten wurden 3-D-Abbildungen der Intima Media-Dicke und des Plaquevolumens in der distalen Arteria carotis communis oder dem Karotisbulbus gemacht. Diese Werte wurden zudem zu Beginn und nach sechs und zwölf Monaten bestimmt. Die Studienergebnisse sind im vergangenen Jahr veröffentlicht worden (Ther Adv Cardiovasc Dis 2007, 1, 97). Scholze wünscht sich die Bestätigung in einer neuen größeren Studie, eventuell mit einem anderen Betablocker, zum Beispiel Metoprolol.

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