Direkt zum Inhaltsbereich

Versehentliche Röteln-Impfung ohne Folgen

TEHERAN (ple/eis). Röteln- Impfungen sind für Schwangere kontraindiziert, denn die Impf- viren können auf das Kind übertragen werden. Eine versehentliche Röteln-Impfung scheint aber nur ein sehr geringes Risiko für ein Ungeborenes zu sein, wie eine Studie im Iran jetzt bestätigt.

Veröffentlicht:

"Eine Schwangerschaft muß zum Zeitpunkt der Röteln-Impfung ausgeschlossen sein und für drei Monate danach verhindert werden", heißt es in den Fachinformationen für den Röteln-Impfstoff. Und weiter: "Eine versehentliche Impfung ist jedoch keine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch."

Die Ständige Impfkommission (STIKO) vermerkt ausdrücklich, daß sie keine Hinweise darauf hat, daß eine Röteln-Impfung in der Schwangerschaft ein Risiko für das ungeborene Kind ist (Epi Bull 31, 2005, 275).

Das wird jetzt in der Studie im Iran bestätigt. Dort waren 2003 in einem Massen-Impfprogramm wahrscheinlich mehrere tausend Schwangere aus Versehen gegen Röteln und Masern geimpft worden, oder die Frauen waren gleich nach der Impfung schwanger geworden (Vaccine 24, 2006, 3558).

In der Studie mit 810 dieser Frauen ergab sich, daß 693 von ihnen bereits vor der Impfung gegen Röteln immun waren und ein theoretisch mögliches kongenitalen Rötelnsyndrom durch Impfviren bei ihren Kindern auszuschließen war.

Die anderen 117 Mütter wurden als empfänglich eingestuft. Bei 33 ihrer Kinder wurde Nabelschnurblut analysiert, bei zwei von ihnen (5,7 Prozent) fanden sich Belege für Impfvirus-Infekte. Gesundheitliche Schäden durch die Infekte wurden im Jahr nach der Geburt nicht registriert.

Lesen Sie dazu den Kommentar: Viele tausend Frauen ohne Rötelnschutz

Mehr zum Thema

Glomeruläre Erkrankung

Nephrologen empfehlen nach Präeklampsie lebenslange Nachsorge

Persönliche Einladungen ab 2028

Mammografie-Screening: Ab Sommer 2027 für Frauen ab 45 Jahren

Das könnte Sie auch interessieren
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Pityriasis versicolor

© iStock / C5C

Kleienpilzflechte im Sommer

Pityriasis versicolor sicher erkennen und gezielt behandeln

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Gut organisiert in die Grippesaison starten

© Abraham Gonzalez Fernandez | Getty Images

Impfmanagement

Gut organisiert in die Grippesaison starten

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Influenzaimpfung: Technologie, Evidenz und Empfehlung

© Lu ShaoJi | Getty Images

Grippeimpfstoff-Forschung

Influenzaimpfung: Technologie, Evidenz und Empfehlung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Vom Warnsignal zur RNAi-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

© Rasi / stock.adobe.com

Chronische Herzinsuffizienz

HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

© APOGEPHA Arzneimittel GmbH | Generated by AI

Überaktive Blase

Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APOGEPHA Arzneimittel GmbH, Dresden
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Early-onset-Diabetes

Jeder zweite junge Erwachsene erreicht Diabetesremission

Lesetipps
Hände hallten Tablette in linker Hand und Glas Wasser in rechter Hand

© IQ-Photography / Generated with AI / Stock.adobe.com

Medikamentöse Adipositastherapie

Faktenckeck orales Semaglutid: Was es kann und wo der Haken ist