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KOMMENTAR

Viele tausend Frauen ohne Rötelnschutz

Wolfgang GeisselVon Wolfgang Geissel Veröffentlicht:

Röteln sind genau wie Masern in Deutschland weiter ein Problem. Gefährdet sind vor allem ungeborene Kinder, denen bei Infektion über die Plazenta ein konnatales Rötelnsyndrom (CRS) mit schwersten Behinderungen droht.

Nach Ergebnissen von Seroprävalenzstudien in Deutschland sind 0,8 bis 3 Prozent der 18- bis 30jährigen nicht gegen Röteln immun (52 000 bis 194 000 Frauen!). In einer Schwangerschaft hätten ihre Kinder ein CRS-Risiko. Zwar wurden in Deutschland in den vergangenen Jahren pro Jahr nur ein bis sieben Kinder mit CRS gemeldet, doch geht das Robert-Koch-Institut hier von einer hohen Dunkelziffer aus.

Um die Zirkulation von Rötelnviren in Deutschland zu unterbinden, muß verstärkt dagegen geimpft werden. Vor allem bei Kleinkindern wird die zweite Masern-Mumps-Röteln-Impfung immer noch viel zu selten vorgenommen. Und bei allen Frauen mit Kinderwunsch ist der Rötelnschutz zu überprüfen und gegebenenfalls aufzufrischen.

Lesen Sie dazu auch: Versehentliche Röteln-Impfung ohne Folgen

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