Viele Diabetiker können nicht schmerzarm piksen

DÜSSELDORF (eb). Viele Diabetiker messen mehr als sechs Mal täglich ihre Blutzuckerwerte. Viele wissen nicht, wie sie sich dabei schmerzarm piksen können.

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Das berichtet Professor Theodor Koschinsky von der Universität in Düsseldorf. Er und seine Kollegen haben in Deutschland eine repräsentative Gruppe von 2000 Diabetikern befragt. Fünf Irrtümer sind aufgefallen:

  • Irrtum 1: Für den Piks eignet sich die Mitte der Fingerkuppe. - Fast ein Drittel der Befragten wählt damit die schmerzhafteste Stelle. Angenehmer ist der Piks an der seitlichen Fingerbeere oder auch am Daumenballen.
  • Irrtum 2: Etwa jeder Dritte wechselt die Einstichstelle nicht. Dabei ist die Blutgewinnung angenehmer, wenn die Einstichstelle häufig gewechselt wird. Auf gut durchblutete Finger sollte geachtet werden.
  • Irrtum 3: Im Mittel acht Mal werden Lanzetten zur Blutgewinnung genommen. Weil sie sich abnutzen und unsteril werden, sollten sie jedoch nur einmal benutzt werden.
  • Irrtum 4: Je dünner die Lanzette, desto schmerzärmer die Blutgewinnung. Das denken acht von zehn Befragten. Koschinsky rät zu Lanzetten, die beim Stechen seitlich nicht schwingen, wie die Accu-Chek Multiclix Stechhilfe. Außerdem: der Piks schmerzt umso mehr, desto tiefer gestochen wird.
  • Irrtum 5: Nur zwei Drittel der Befragten haben an Diabetesschulungen teilgenommen. Bei fast der Hälfte der Geschulten liegt der Kurs länger als zwei Jahre zurück. Praktische Übungen sind für das Selbstmanagement wichtig, Diabetiker sollten alle zwei Jahre zur Schulung. Wer in einem Disease Management Programm (DMP) eingeschrieben ist, dem bezahlt die GKV den Kurs.

"Diabetes-Report 2006" im Internet unter www.diabetes-world.net; Infos: Tel.: 0180/2 00 01 65 oder www.accu-chek.de

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