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Vorteil für Aromatasehemmer bei Brustkrebs

DRESDEN (awa). Wird die adjuvante Hormontherapie bei Frauen mit hormonsensitivem Brustkrebs in der Postmenopause nach zwei bis drei Jahren Tamoxifen auf den Aromatasehemmer Anastrozol umgestellt, schützt das nicht nur besser vor Rezidiven, sondern verlängert auch das Gesamtüberleben.

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So lautet das Ergebnis einer Metaanalyse von drei adjuvanten Therapiestudien, an denen insgesamt 4006 Patientinnen in der Menopause mit hormonsensitivem Mammakarzinom teilgenommen haben.

Alle Frauen hatten bis zum Studienbeginn bereits zwei bis drei Jahre lang Tamoxifen erhalten. Danach wurden sie randomisiert entweder für die nächsten zwei bis drei Jahre auf Anastrozol (Arimidex®) umgestellt oder weiter mit Tamoxifen behandelt.

In jeder der drei Studien - mit den Akronymen ARNO 95, ABCSG 8 und ITA - ist nachgewiesen worden, daß die Umstellung von Tamoxifen auf Anastrozol die Rate der Ereignisse wie Lokalrezidive und Fernmetastasen signifikant verringert. Das hat Professor Wolfgang Distler von der Uniklinik Dresden berichtet.

Zudem habe die auf dem Brustkrebskongreß in San Antonio im US-Staat Texas vorgestellte Metaanalyse für den Aromatasehemmer einen Überlebensvorteil im Vergleich zu Tamoxifen ergeben, sagte Distler auf einer Veranstaltung des Unternehmens AstraZeneca in Dresden.

Die Studienteilnehmerinnen waren durchschnittlich 62 Jahre alt, bei zwei Drittel waren die Lymphknoten noch nicht befallen, und fast drei Viertel hatten einen mäßig differenzierten Tumor. Drei Viertel wurden vor der endokrinen Therapie brusterhaltend operiert, und sieben Prozent der Patientinnen wurden auch chemotherapeutisch behandelt.

Nach einer medianen Beobachtungszeit von 30 Monaten ab dem Zeitpunkt der Randomisierung ergab die statistische Auswertung der Metaanalyse, daß die Umstellung auf Anastrozol im Vergleich zur kontinuierlichen Therapie mit Tamoxifen die Zeit bis zum Auftreten von Rezidiven relativ um 45 Prozent und bis zum Auftreten von Fernmetastasen relativ um 39 Prozent verlängerte.

Auch die krankheitsfreie Zeit wurde relativ um 45 Prozent und das Gesamtüberleben relativ um 29 Prozent verlängert. Insgesamt starben in der Tamoxifen-Gruppe 90 Frauen (4,5 Prozent) und in der Tamoxifen/Anastrozol-Gruppe 66 Patientinnen (3,3 Prozent).

Aufgrund des Überlebensvorteils sollten Frauen mit Brustkrebs, die zur Zeit eine Tamoxifen-Therapie erhalten, auf den Aromatasehemmer umgestellt werden, empfiehlt Distler.

Und: Da eine fünf Jahre dauernde initiale Therapie mit Anastrozol vor allem das in den ersten drei Jahren erhöhte Rezidivrisiko besser senkt als Tamoxifen, sollte der Aromatasehemmer am besten von Anfang an gegeben werden, meinte Distler. Als Erst-Linien-Therapie ist Anastrozol bei Frauen in der Menopause mit hormonsensitivem Mammakarzinom seit Sommer 2005 zugelassen.

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