Vorteil für RAAS-Blocker plus Amlodipin

NEU-ISENBURG (eb). Hypertoniker mit hohem kardiovaskulären Risiko profitieren von einer Therapie mit einer Fixkombi aus einem Hemmstoff des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) plus einem Ca-Antagonisten. Damit ist die kardiovaskuläre Morbidität und Sterberate signifikant um 20 Prozent niedriger als mit einer Fixkombi aus RAAS-Hemmer plus Diuretikum, belegt eine neue Studie.

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In der Studie ACCOMPLISH wurden fast 11 500 Hypertoniker mit begleitender vaskulärer oder renaler Erkrankung mit Benazepril plus HCT oder mit Benazepril plus Amlodipin behandelt. Weitere Antihypertensiva aus anderen Substanzklassen konnten hinzugefügt werden, wenn der Zielblutdruck (unter 140/90 mmHg, bei Diabetes oder Nierenerkrankung unter 130/80 mmHg) nicht erreicht wurde, teilen Novartis und Pfizer mit.

Aufgrund der Überlegenheit eines Studienarmes wurde die Studie im Oktober 2007 vorzeitig abgebrochen. Insgesamt hätten mit der Kombi aus RAAS-Hemmer plus Amlodipin 20 Prozent weniger Patienten den kombinierten primären Endpunkt erreicht als mit der Kombi aus RAAS-Hemmer plus HCT. Der kombinierte Endpunkt umfasste: kardiovaskuläre Erkrankungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Klinikaufnahme wegen instabiler Angina pectoris oder Revaskularisierung, kardiovaskulärer Tod.

Die in ACCOMPLISH überlegene Fixkombi aus dem RAAS-Blocker Benazepril plus Amlodipin ist in Deutschland nicht erhältlich. Verfügbar ist aber Exforge®, eine Fixkombi aus Amlodipin plus Valsartan, eine Substanz, die auch in das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System eingreift. Aufgrund der Studienergebnisse müsse die gewohnheitsmäßige Anwendung einer Fixkombi mit HCT bei ungenügender Blutdrucksenkung in der Monotherapie neu überdacht werden, so die beiden Arzneimittelhersteller.

ACCOMPLISH steht für: Avoiding Cardiovascular events through COMbination therapy in Patients Living with Systolic Hypertension

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