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Schöhnheitsoperationen

Was die Deutschen am liebsten an sich richten lassen

Brüste vergrößern, Fet t absaugen, Lid straffen: Fachverband nennt Hitliste der Schönheits-Op - und warnt zugleich vor der fatalen Sucht nach Schönheit.

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Rund 86 Prozent aller Schönheitsoperationen werden von Frauen vorgenommen.

Rund 86 Prozent aller Schönheitsoperationen werden von Frauen vorgenommen.

© Benko Zsolt / fotolia.com

HAMBURG. Eine Patientenbefragung der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) zeigt: Frauen ließen sich im vergangenen Jahr bei Schönheitsoperationen vor allem die Brüste vergrössern und Männer die Augenlider straffen.

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Brustvergrößerungen machten demnach 17,8 Prozent der Operationen aus (Frauen und Männer eingerechnet) - gefolgt von Lidstraffung (13,3 Prozent), Fettabsaugung (10,4 Prozent) sowie Hals-, Stirn- und Facelift (6,4 Prozent). Betrachtet man nur Operationen bei Frauen, fällt der Brustvergrößerungsanteil mit 20,4 Prozent noch etwas größer aus.

Das Durchschnittsalter der Frauen, die sich Implantate in ihre Brüste setzen lassen, liegt nach DGÄPC-Angaben bei 31,7 Jahren. Bei den Männern, die mit 13,5 Prozent nur einen Bruchteil der Patienten von Schönheitsoperationen ausmachen, liegt die Lidstraffung mit 20,6 Prozent auf Platz eins.

Im internationalen Vergleich gehört Deutschland zu den zehn Ländern mit den meisten Schönheitsoperationen. Ein Grund dafür ist der Medizintourismus. Deutschland ist vor allem wegen seines guten Rufes in puncto Kompetenz beliebt, weniger wegen der Preise,

Psychologe: Die meisten Patienten haben realistische Ziele

Die meisten der Patienten haben nach Ansicht des Bochumer Professors für klinische Psychologie, Jürgen Margraf, ganz realistische Ziele und erwarten keine neue Identität von einer Operation. Allerdings erhofft sich laut DGÄPC jede vierte Patientin durch eine OP nicht nur eine bessere Optik, sondern auch ein größeres "Wohlbefinden".

Schöhnheitschirurgen-Verband: Chirurgen müssen Reißleine ziehen

Der Übergang zwischen dem Wunsch, etwas an sich zu verändern, und einer Sucht sei fließend, sagt Sven von Saldern, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC).

Der Klassiker: "Erst die Lider operieren lassen und dann noch ein Facelift hinterher, die Brust straffen lassen und dann noch die Bauchdecke."

Es sei ja schön, wenn eine erste Operation eine derartige Steigerung der Lebensqualität bedeute, "aber man muss aufpassen, dass sich die Sache nicht verselbstständigt". Seine Kollegen und er erlebten oft, "dass die Wünsche immer weniger nachvollziehbar werden". Da seien auch die Chirurgen gefragt und aufgefordert, die Reißleine zu ziehen. (dpa)

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