KOMMENTAR

Was geht’s Patienten in Deutschland gut!

Von Gabriele Wagner Veröffentlicht:

Zwei wichtige Erkenntnisse liefert eine aktuelle Praxisstudie aus Großbritannien mit knapp 250 Patienten über 45: Zumindest ab diesem Alter sollte bei neu aufgetretenen rektalen Blutungen unbedingt der gesamte Dickdarm untersucht werden. Denn jeder zehnte Betroffene hatte Polypen oder Krebs. Und: In Deutschland ist die Untersuchungsqualität ungleich besser als in Großbritannien.

Die britische Studie ist wichtig, weil die Ergebnisse klar machen, daß man sich bei peranalen Blutungen niemals mit der Diagnose Hämorrhoidal-Blutung zufrieden geben sollte. Eben weil nicht selten ein Adenom oder Karzinom die eigentliche Blutungsursache ist. "Jede peranale Blutung ist eine Indikation zur totalen Koloskopie", sagt Professor Jürgen F. Riemann aus Ludwigshafen.

Darum ist es aus deutscher Sicht auch erschreckend, wie die Patienten in Großbritannien untersucht worden sind: Mit Sigmoidoskopie und Kolonkontrast-Einläufen. Das ist in Deutschland zur Darmkrebs-Abklärung obsolet. Und deshalb kann man einmal voller Überzeugung sagen: Was geht es uns gut! Allen Patienten mit Darmproblemen kann die beste Untersuchungsmethode angeboten werden - ohne monatelange Wartezeiten.

Lesen Sie dazu auch: "Jede peranale Blutung ist eine Indikation zur Koloskopie"

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Gemeinsamer Bundesausschuss

Zusatznutzen für mehrere Orphan Drugs

Noch lange kein Standard

Darmkrebs: Wie steht es um die ctDNA zur Therapieentscheidung?

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Abb. 2: Infusionsschema der REGENCY-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Neue Therapieoption bei Lupus-Nephritis verfügbar

Obinutuzumab verbessert Nierenoutcomes bei Lupus-Nephritis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Vernarbung und Fibrosierung

Interstitielle Lungenerkrankung: Die Nachwehen von COVID-19

Infektionsgeschehen

Höhepunkt der Grippewelle wohl überschritten

Lesetipps
Brustkrebs Symbolbild

© Sebastian Kaulitzki / stock.adobe.com

Risikoadaptiert und individualisiert behandeln

Frühes Mammakarzinom: So optimieren Sie die Therapie

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Eine Ärztin spricht mit einer Patientin.

© Siphosethu F / peopleimages.com / Stock.adobe.com

Krebsprävention durch Kommunikation

Zu Krebs halten sich Mythen und Irrtümer hartnäckig – Aufklärung tut not

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Drei Operateure in einem Operationssaal.

© Robert Kneschke / stock.adobe.com

Krebskongress

Tumorchirurgie: Geschlecht zählt auf beiden Seiten des Skalpells

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe