Direkt zum Inhaltsbereich

Was tun gegen Anämie bei Nierenkranken?

MÜNCHEN (sto). Bei Patienten mit chronischem Nierenversagen gehört die renale Anämie zu den häufigen Komplikationen. Eine Intervention wird notwendig, wenn das Hämoglobin einen Wert von 11 g/dl unterschreitet.

Veröffentlicht:

Ziel sollte ein Hämoglobin von 11 bis 12 mg/dl sein, sagte Professor Roland Schaefer von der Universität Münster beim Nephrologen-Kongress in München. Zu Beginn einer Therapie sollten Ferritin und Transferrin-Sättigung bestimmt werden, empfahl der Nephrologe bei einem Medice-Symposium. Voraussetzungen für ein Ansprechen sind ein Serumferritin von mehr als 200 ng/ml und einer Transferrinsättigung von über 20 Prozent. Beide Parameter sollten einmal pro Quartal kontrolliert werden.

Bei Patienten in der Prädialyse-Phase und bei Peritonealdialyse sei es durchaus vertretbar, zunächst eine orale Eisentherapie zu beginnen. Das orale Eisenpräparat hemFerin® habe sich hierbei als gut verträglich erwiesen, da nur wenig nicht resorbiertes Eisen im Darm zurückbleibt.

Wenn oral keine ausreichende Substitution erzielt werden kann, müsse die Eisensubstitution parenteral erfolgen, sagte Schaefer. Mit Eisengluconat (Ferrlecit®) und auch mit Eisensaccharose (Venofer®) sei eine sichere parenterale Therapie möglich, solange die Applikation intravenös und ausreichend langsam erfolgt. Bei Prädialyse-Patienten hat sich ambulant Eisensaccharose als besonders praktikabel erwiesen, wie Schaefer berichtete. Dabei seien auch größere Einzeldosen mit 100 bis 300 mg als Kurzinfusion möglich.

Schlagworte:
Mehr zum Thema

Informationskampagne

Wartezimmerplakate bieten Rheuma-Wissen to go

Kardiometabolische Erkrankungen

Adipositas und Vorhofflimmern: Besteht ein direkter Zusammenhang?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Update der S3-Leitlinie

Neue Empfehlung in der Sepsis-Therapie

Lesetipps
Apixaban, ein orales Antikoagulans zur Behandlung und Vorbeugung von Blutgerinnseln sowie zur Vorbeugung von Schlaganfällen bei Vorhofflimmern.

© Soni's / stock.adobe.com

Vergleich bei dreimonatiger Therapie-Zeit

Apixaban vs. Rivaroxaban: Welches DOAK hat das geringere Blutungsrisiko?

Eine Ampel, bei der alle drei Lichter an sind.

© soulartist / stock.adobe.com

Häufige Nebenwirkung

Obstipation bei Schmerzpatienten: Ampeltest hilft bei Bewertung der Darmfunktion