Innere Medizin

Was tun gegen Anämie bei Nierenkranken?

MÜNCHEN (sto). Bei Patienten mit chronischem Nierenversagen gehört die renale Anämie zu den häufigen Komplikationen. Eine Intervention wird notwendig, wenn das Hämoglobin einen Wert von 11 g/dl unterschreitet.

Veröffentlicht: 10.12.2007, 05:00 Uhr

Ziel sollte ein Hämoglobin von 11 bis 12 mg/dl sein, sagte Professor Roland Schaefer von der Universität Münster beim Nephrologen-Kongress in München. Zu Beginn einer Therapie sollten Ferritin und Transferrin-Sättigung bestimmt werden, empfahl der Nephrologe bei einem Medice-Symposium. Voraussetzungen für ein Ansprechen sind ein Serumferritin von mehr als 200 ng/ml und einer Transferrinsättigung von über 20 Prozent. Beide Parameter sollten einmal pro Quartal kontrolliert werden.

Bei Patienten in der Prädialyse-Phase und bei Peritonealdialyse sei es durchaus vertretbar, zunächst eine orale Eisentherapie zu beginnen. Das orale Eisenpräparat hemFerin® habe sich hierbei als gut verträglich erwiesen, da nur wenig nicht resorbiertes Eisen im Darm zurückbleibt.

Wenn oral keine ausreichende Substitution erzielt werden kann, müsse die Eisensubstitution parenteral erfolgen, sagte Schaefer. Mit Eisengluconat (Ferrlecit®) und auch mit Eisensaccharose (Venofer®) sei eine sichere parenterale Therapie möglich, solange die Applikation intravenös und ausreichend langsam erfolgt. Bei Prädialyse-Patienten hat sich ambulant Eisensaccharose als besonders praktikabel erwiesen, wie Schaefer berichtete. Dabei seien auch größere Einzeldosen mit 100 bis 300 mg als Kurzinfusion möglich.

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