Ein Thema - drei Meinungen

Impfkampagne: Start mit Hindernissen

Vor sechs Wochen starteten die Impfungen gegen die Neue Grippe. Dabei ist die Verteilung des Impfstoffs in den einzelnen Ländern unterschiedlich organisiert.

Von Sabine Fankhänel

Jedes Bundesland besitzt einen eigenen Pandemieplan. Je nach Land ist darin geregelt, welche Menge Impfstoff bestellt wird und wie impfende Ärzte diesen erhalten. Apotheken sind in den meisten Bundesländern an die Verteilung beteiligt (wir berichteten, siehe auch www.aerztezeitung.de). Ebenso wie bei der Verteilung bestehen auch für die Vergütung von Land zu Land unterschiedliche Vereinbarungen.

Bayern hat beispielsweise insgesamt 7,5 Millionen Impfdosen gekauft. Bis Ende November wurden knapp 1,4 Millionen geliefert. Weitere 232 000 Dosen seien in dieser Woche eingetroffen, so das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit zu ApothekerPlus.

An der Verteilung des Impfstoffs können sich alle Apotheken in Bayern beteiligen. Von der Landesapothekerkammer hat jede einen Berechtigungsschein erhalten, mit dem sie einmalig 500 Impfdosen beim Pharmagroßhandel bestellen kann. Dem Apotheker werden für jede abgegebene Dosis 37 Cent zuzüglich Mehrwertsteuer vergütet. Ärzte erhalten für jede Impfung ein Honorar in Höhe von fünf Euro.

In Hessen wurden 100 Apotheken benannt, die den Impfstoff gegen die Neue Grippe an Ärzte ausliefern können. Sie erhalten für jede abgegebene Impfdosis 58 Cent zuzüglich Mehrwertsteuer. Koordiniert wird die Verteilung vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit. Insgesamt habe das Land 3,75 Millionen Impfdosen bestellt und von dieser Menge bis zum 30. November 781 000 Dosen erhalten, erklärte eine Sprecherin des Ministeriums auf Anfrage von ApothekerPlus. Ärzte werden in Hessen mit 6,50 Euro für die Impfung honoriert.

Dagegen können in Baden-Württemberg alle Apotheken Impfstoff als 500er Gebinde beziehen. Pro abgegebener Dosis erhalten sie ein Honorar von 40 Cent inklusive Mehrwertsteuer. Die Auslieferung findet durch ein Logistikunternehmen statt, über das auch die Bestellung erfolgt. Um sicherzustellen, dass der Impfstoff dort zur Verfügung steht, wo er benötigt wird, hat die Landesapothekerkammer ein Bestandsportal im Internet eingerichtet. Hier müssen die Apotheker täglich die bei ihnen vorhandenen Mengen eintragen. Außerdem können sie hier nach Beständen in anderen Apotheken suchen. Ärzte erhalten in Baden-Württemberg je Impfung fünf Euro.

Laut Auskunft des baden-württembergischen Ministeriums für Arbeit und Soziales hat das Land insgesamt 6,35 Millionen Dosen Impfstoff bestellt. Bis zum 30. November wurden davon knapp 1,2 Millionen geliefert.

Ein Thema - drei Meinungen: Schweinegrippe-Impfkampagne: "Mit dem Infoabend wollten wir Ängste abbauen." Schweinegrippe-Impfkampagne: "Bei der Organisation kann noch einiges verbessert werden." Schweinegrippe-Impfkampagne: "Logistik und Verteilung funktionieren gut."

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