Direkt zum Inhaltsbereich

Wenn das Schlingern von Reisebus oder Schiff Übelkeit auslöst

Veröffentlicht:

Ob im Auto, im Reisebus, im Flugzeug oder auf einem Schiff - den meisten Menschen wird es irgendwann einmal übel. Nur etwa zehn Prozent sollen gegen die Kinetose ganz immun sein. Besonders häufig sind Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren betroffen. Grund für die Reise- oder Seekrankheit sind widersprüchliche Informationen an das Gehirn von Augen und Gleichgewichtsorgan.

Medikamente gegen die Reisekrankheit sollten genommen werden, noch bevor erste Symptome auftreten. Viele wissen ja auch, daß sie anfällig für Kinetose sind. Hier helfen vor allem Antihistaminika, Belladonna-Präparate und Neuroleptika. Weitere Möglichkeiten sind antiemetische Suppositorien, Pflaster, die das vegetative Nervensystem dämpfen, oder spezielle Kaugummis. Viele Betroffene schwören auf Akupressur-Armbänder. Auch Ingwer wirkt gegen Seekrankheit. Empfohlen wird ein Gramm Ingwer-Extrakt, das entspricht etwa einer Handvoll frischer Ingwer-Wurzel.

Weitere Tips, die man Urlaubern mitgeben kann, sind etwa, nur leichte Kost zu sich zu nehmen, vor allem Trockenes wie Toast, und viel zu trinken, doch Alkohol, Kaffee und Limonade zu meiden. Wer das Gefühl hat, er müsse mehr essen, sollte Kohlenhydratreiches wie Reis essen. Es hilft, die Kopfbewegungen zu minimieren und sich hinzulegen.

In der Schiffs-Kabine sollten die Augen geschlossen werden. An Deck sollte der Horizont fixiert werden. In Auto oder Bus sind vordere Sitze am besten, der Blick sollte in Fahrtrichtung gehen. Auf Lesen oder Spielen sollte während der Fahrt verzichtet werden. Ablenkung aber kann gut funktionieren. Wer etwa selbst fährt wird selten reisekrank, auch wenn er als Passagier zu den Betroffenen gehört. (ug)

Mehr zum Thema

Übertragung via Mücken, Zecken oder Sandfliegen

S1-Leitlinie: Arbovirosen erkennen und diagnostizieren

Anpassungsvorgänge brauchen Zeit

Höhenkrankheit bei Kindern und Jugendlichen: Das gilt es zu beachten

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Sechs Monate längeres Gesamtüberleben

Daraxonrasib beim Pankreaskarzinom: Besser als die Chemotherapie?

Immuncheckpointhemmer plus Neoantigentherapie

mRNA-Impfung bei Melanomen: Vorboten eines neuen Standards?

Gefahren durch UV-Filter und Verpackung

Wie gesundheitsschädlich sind Kosmetika?

Lesetipps
Etwa jede zehnte Fledermaus in Deutschland könne mit dem Tollwut-Virus infiziert sein. Damit ist die gefahr der Übertragung zwar gering, jedoch nicht null. In die Hand nehmen sollte man sie deshalb nicht.

© Daria / Stock.adobe.com

Importhunde und Fledermäuse

Tollwut-Risiken in Deutschland – und wie sie sich vermeiden lassen

Füße mit Lymphödem

© [M]_Dr. P. Marazzi / Science Photo Library

Ödem ist nicht gleich Ödem

Lymphödem versus Lipödem: Tipps für Diagnostik und Therapie