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RKI-Daten

West-Nil-Virus: Fallzahlen in Deutschland steigen

In Deutschland gab es in 2024 bisher 35 Fälle von West-Nil-Virus-Infektionen, die dem RKI gemeldet wurden. Die Zahl ist somit schon jetzt doppelt so hoch wie in den Jahren zuvor. Elf Bundesländer sind betroffen.

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Laut RKI wird das West-Nil-Virus hauptsächlich von Stechmücken zwischen wildlebenden Vögeln übertragen. Über Vögel infizierte Mücken können das Virus auf Menschen übertragen

Laut RKI wird das West-Nil-Virus hauptsächlich von Stechmücken zwischen wildlebenden Vögeln übertragen. Über Vögel infizierte Mücken können das Virus auf Menschen übertragen

© Andreas Lander/dpa-Zentralbild/dpa

Berlin. In Deutschland haben sich in diesem Jahr mindestens 26 Menschen mit dem West-Nil-Virus infiziert. Das meldet das Robert Koch-Institut (RKI).

In 13 Fällen wurden die Infektionen bei Blutspendern festgestellt, die keine Krankheitssymptome aufwiesen. Vier der erfassten Infizierten erkrankten schwer. 2023 waren dem RKI 16 von heimischen Mücken übertragene West-Nil-Infektionen und im Jahr zuvor 14 Infektionen gemeldet worden.

Aktuelle Daten mit Stand von 4.11.2024 zeigen gar 35 Fälle in Deutschland für 2024 an. Elf Bundesländer sind betroffen (siehe nachfolgende Tabelle).

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Hohe Dunkelziffer bei der Fallzahl

Generell gibt es beim West-Nil-Virus eine sehr hohe Dunkelziffer nicht erfasster Fälle, da eine Infektion in etwa 80 Prozent der Fälle ohne Symptome verläuft. Bei knapp 20 Prozent gibt es dem RKI zufolge milde, unspezifische Symptome wie Fieber oder Hautausschlag – auch sie bleiben häufig unbeachtet.

Schwerere und tödliche Verläufe des West-Nil-Fiebers betreffen meist ältere Menschen mit Vorerkrankungen. Nur etwa ein Prozent der Infektionen führen zu solchen schweren neuroinvasiven Erkrankungen.

Blutspender werden verstärkt getestet

In den ersten Jahren, in denen das Virus hierzulande nachgewiesen wurde, seien Blutspender noch nicht so umfassend getestet worden wie inzwischen, hieß es vom RKI zur Einschätzung der Meldezahlen. Höhere Fallzahlen in den späteren Jahren seien teilweise auf die verstärkte Testung zurückzuführen

Laut RKI wird das Virus hauptsächlich von Stechmücken zwischen wildlebenden Vögeln übertragen. Über Vögel infizierte Mücken können das Virus auf Menschen und andere Säugetiere übertragen. Die deutschlandweit verbreiteten Culex-Mücken gelten demnach als Hauptüberträger.

Im Spätsommer 2019 waren dem RKI zufolge erste durch heimische Mücken übertragene West-Nil-Virus-Infektionen in Ostdeutschland bekanntgeworden (insgesamt 5).

Auch in den darauffolgenden Jahren wurden in den Sommer- und Herbstmonaten Infektionen in Ostdeutschland (Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen) gemeldet. Experten gehen davon aus, dass die Fallzahlen im Zuge des Klimawandels steigen werden. (dpa/eb)

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