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Wird Entwöhnung bezahlt, gelingt Rauchverzicht leichter

MANNHEIM (dpa). Rauchern gelingt die Entwöhnung leichter, wenn sie Nikotinersatzstoffe oder Medikamente kostenlos erhalten.

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Das geht aus einer Untersuchung in 82 Hausarztpraxen hervor, die beim 1. Deutschen Suchtkongress in Mannheim vorgestellt wurde: Innerhalb eines Jahres verzichteten nur drei Prozent jener rauchenden Patienten, die lediglich eine Beratung erhalten hatten, auf Zigaretten. Dagegen ließen 12 bis 15 Prozent derjenigen, denen man die Kosten für die medizinische Entwöhnung erstattete, von den Glimmstängeln ab.

Nach Ansicht des Suchtforschers Professor Karl Mann aus Mannheim liefert die Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg eine Basis für die Forderung, Rauchen als Krankheit anzuerkennen und die Entwöhnung in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufzunehmen. Bislang tragen sie die Kosten nicht.

Der für die Studie zuständige Wissenschaftler Professor Hermann Brenner sagte, den Patienten sei angeboten worden, Kosten bis 130 Euro zu erstatten, was den Kosten für eine Dauertherapie entspreche. Die meisten seien jedoch mit Medikamenten in einer Größenordnung von 70 bis 80 Euro ausgekommen. Brenner gab allerdings zu bedenken: "Der Wille, aufzuhören, muss natürlich da sein."

Beim 1. Deutschen Suchtkongress beraten bis Samstag, den 14. Juni, rund 370 Experten über das gesamte Spektrum der Abhängigkeiten und über Wege aus der "Suchtsackgasse".

Die Zahl der Ex-Raucher war vier Mal höher.

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