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Wirksamer Schutz vor Dauerhusten

Wolfgang GeisselVon Wolfgang Geissel Veröffentlicht:

Weder die Impfung noch eine durchgemachte Infektion führen zu lebenslangem Schutz gegen Keuchhusten. Regelmäßige Auffrischimpfungen sind daher nötig und werden für Kinder und Jugendliche empfohlen. Es ist nur konsequent, den Schutz auch bei Erwachsenen regelmäßig zu erneuern, wie jetzt erstmals in Sachsen empfohlen wird.

Erwachsene können stark von der Impfung profitieren. Etwa jeder zehnte Erwachsene ohne chronische Lungenleiden aber mit mindestens siebentägigem Husten hat Pertussis. Das legen zumindest die Daten einer Studie in Allgemeinarztpraxen in Krefeld und Rostock nahe. Impfungen könnten dabei sieben bis acht Wochen quälenden Husten ersparen. Umfassende Erwachsenen-Impfungen würden zudem indirekt Säuglinge schützen, die noch zu jung sind für den Schutz. Bei ihnen kann Pertussis lebensbedrohlich verlaufen.

Erwachsene gegen Pertussis zu impfen, kann schwierig sein, weil es keinen Monoimpfstoff mehr gibt und die Kombivakzinen einen Tetanus- und Diphtherie-Anteil (Td) haben. Mindestens fünf Jahre sollten aber zwischen Td-Impfungen liegen. In dieser Zeit kann nur in Ausnahmen gegen Keuchhusten geimpft werden. Wird deshalb der Diphtherie- und Tetanus-Schutz fällig, sollte immer auch eine mögliche Keuchhusten-Indikation abgeklärt und gegebenenfalls dagegen mitgeimpft werden. Und wenn es für einen Patienten keine STIKO-Empfehlung gibt, kann der Schutz eine sinnvolle IGeL sein.

Lesen Sie dazu auch: Sachsen nimmt Pertussis-Schutz in Impfkalender für Erwachsene auf

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