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KONGRESS-NEWS

Zehn Prozent aller Kinder haben oft Kopfschmerz

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Etwa 0,7 Prozent aller Kinder haben eine Epilepsie. Spastische Bewegungsstörungen und andere erworbene frühkindliche Hirnschäden treten bei etwa einem Prozent der Kinder auf. 0,5 Prozent der Kinder haben genetische Erkrankungen mit Störungen der Hirnfunktion und -entwicklung. Etwa zehn Prozent sind von Migräne und anderen Erkrankungen mit chronisch wiederkehrendem Kopfschmerz betroffen. Darauf hat die Gesellschaft für Neuropädiatrie bei ihrem Kongress in Jena hingewiesen.

Stiripentol bei schwerer Epilepsie geprüft

Der Wirkstoff Stiripentol kann bei einem Teil der Kinder mit schwerer Therapie-resistenter Epilepsie die Zahl der Anfälle deutlich reduzieren. Darauf deuten Daten einer kleinen Studie der Epilepsieklinik in Kehl-Kork. In der Studie erhielten 13 Kinder im Alter zwischen 5 und 16 Jahren das neue Arzneimittel zusätzlich zur bisherigen Therapie.

Die Kinder hatten ein CSWS-Syndrom, eine myoklonisch-astatische Epilepsie oder eine schwere myoklonische Epilepsie des Kindesalters. Mit der Stiripentol-Zusatztherapie wurden immerhin drei Kinder anfallsfrei, bei zwei Kindern reduzierte sich die Anfallszahl um 50 bis 75 Prozent. Die Arznei ist in Deutschland seit Kurzem als Diacomit® erhältlich.

Autismus geht oft mit Epilepsie einher

Nach einer Untersuchung der Heckscher-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in München hat knapp ein Fünftel der Kinder mit Autismus auch eine Epilepsie. An der Untersuchung hatten 520 Kinder mit Autismus teilgenommen. Zwei Drittel der Kinder mit beiden Erkrankungen waren zudem geistig behindert. Die Analyse bestätigte auch, dass geistige Behinderungen besonders bei Kindern auftreten, bei denen die Epilepsie in einem Alter von weniger als drei Jahren beginnt.

Hirnstimulation lindert Dystonie bei Kindern

Eine Tiefenhirnstimulation kann die Beschwerden bei Kindern mit generalisierter Dystonie drastisch und langfristig lindern. Darauf deuten Daten von fünf Kindern und Jugendlichen mit Therapie-refraktärer Dystonie, die in der Neurochirurgie der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) operiert worden sind. Die Kinder waren bei dem Eingriff zwischen 8 und 16 Jahren alt. Bereits eine Woche nach Beginn der Stimulation waren die Beschwerden deutlich zurückgegangen, und zwar um 47 bis 82 Prozent auf der Dystonie-Skala BFM. Nach 24 Monaten war der Wert um 71 bis 88 Prozent gesunken (im Mittel 75 Prozent), hat Dr. Jan-Hinnerk Mehrkens von der LMU beim Kongress in Jena berichtet. (mut)

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