Zurückgestellte FSME-Impfungen lassen sich jetzt noch nachholen

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NEU-ISENBURG (hub). Der Engpass bei FSME-Impfstoffen in 2007 wirkt jetzt noch nach. Primär sollten daher Risikopatienten geimpft und zurückgestellte Impfungen nachgeholt werden.

Wer seine Patienten gegen FSME impfen will, bestellt die Vakzine am besten vor.

Wer seine Patienten gegen FSME impfen will, bestellt die Vakzine am besten vor.

© Foto: www.zecken.de

Aufgrund der hohen Nachfrage im Frühjahr 2007 war der FSME-Impfstoff knapp geworden. Ursache waren 33 neu ausgewiesene Risikogebiete in Deutschland und der vorangegangene warme Winter mit folgender früher Zeckenaktivität (wir berichteten).

Als Konsequenz haben die Hersteller von FSME-Impfstoffen, Novartis Behring und Baxter, die Produktion nochmals gesteigert. Erneute Engpässe sind aber auch 2008 nicht ausgeschlossen - etwa deshalb, da viele Nachimpfungen anstehen und es derzeit noch lange Lieferfristen gibt. Wer jetzt bestelle, erhalte den Impfstoff erst im Herbst, teilt Novartis Behring mit. Eine langfristige Planung hat also Vorteile.

Kollegen, die aktuell mehr impfwillige Patienten haben als Impfstoff zur Verfügung, halten sich am besten an die noch gültigen Empfehlungen des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI): Zuerst sollen danach Menschen mit hohem Risiko einer FSME-Infektion geimpft werden. Das sind Personen mit Wohnort oder Arbeitsstelle in Risikogebieten, die gleichzeitig ein hohes Expositionsrisiko haben - also viel im Freien sind.

Zweitens sollten zurückgestellte Impfungen jetzt nachgeholt werden, damit nicht neu grundimmunisiert werden muss. Dazu wurden die zulässigen Impfabstände verlängert: Die zweite Injektion kann bis zu einem Jahr nach der ersten, die dritte bis zu drei Jahren nach der zweiten erfolgen.

Unter www.pei.de/fsme gibt es die Empfehlungen des PEI

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