Zytokinsturm durch Antikörper aufgeklärt

LANGEN (eb). Vor sechs Jahren kam es in Großbritannien bei einer klinischen Studie mit dem monoklonalen Antikörper TGN1412 bei den sechs gesunden Probanden zu einer Entgleisung des Immunsystems mit Multiorganversagen.

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Jetzt haben Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts einen Auslöser entdeckt: Ein induzierbarer Kostimulator (ICOS) auf T-Zellen interagiert mit seinem Liganden (LICOS) auf Endothelzellen.

In Verbindung mit einem weiteren kostimulatorischen Signal wird eine antigenunabhängige T-Zellaktivierung herbeigeführt - was die Möglichkeiten, aber auch die Risiken solcher Antikörper zeigt (Blood 2012; online 10. Mai).

In der "First-in-Man"-Studie hatte bei allen Teilnehmern bereits kurz nach der Applikation eine akute massive Freisetzung von immunologischen Botenstoffen (Zytokinsturm) eingesetzt.

Die Komplikation machte eine intensivmedizinische Betreuung erforderlich und führte zu Gesundheitsschäden. Der CD28-Superagonist befand sich in der klinischen Entwicklung unter anderem zur Therapie bei Rheumatoider Arthritis.

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