Pflege in der Krise

38 hessische Pflegeeinrichtungen in zweieinhalb Jahren geschlossen

Für die Schließung von Pflegeeinrichtungen gibt es unterschiedlich Gründe, aber Fachkräftemangel und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sind offenbar die Haupttreiber.

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Wiesbaden. In den vergangenen zweieinhalb Jahren haben in Hessen 38 Pflegeeinrichtungen den Betrieb eingestellt. Laut Sozialministerium waren von Anfang 2021 bis Anfang August dieses Jahres 24 Altenheime, eine Kurzzeitpflegeeinrichtung, 12 Tagespflegeeinrichtungen und eine betreute Wohngemeinschaft betroffen.

„Bei 17 der genannten Pflegeeinrichtungen war Insolvenz oder die fehlende Wirtschaftlichkeit der Grund für die Betriebseinstellung“, berichtete das Ministerium. Die Gründe dafür seien „vielschichtig und teilweise sehr individuell. Dennoch ist uns bewusst, dass der Fachkräftemangel und die derzeitige wirtschaftliche Situation die Einrichtungsbetreiberinnen und -betreiber teilweise vor große Herausforderungen stellt.“

Alexander Roth, Wirtschaftsberater bei der Beratungsgesellschaft für Sozial- und Betriebswirtschaft des Verbands Deutscher Alten- und Behindertenhilfe, erwartet noch weitere Pleiten: „So lange sich an den Rahmenbedingungen nichts ändert, werden vermutlich noch mehr Insolvenzen hinzukommen“, sagte er der dpa. Seiner Ansicht nach ist das „Korsett“ für die Heimbetreiber zu eng: Sie können weder die Preise erhöhen, noch haben sie die Zuschüsse in der Hand oder Einfluss auf die Bürokratie. (dpa)

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