Westfalen-Lippe

Arzneivereinbarung für 2014 steht

KV Westfalen-Lippe und Krankenkassen vereinbaren Steigerung von zwei Prozent bei Arzneiverordnungen.

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DORTMUND. Den niedergelassenen Ärzten in Westfalen-Lippe steht im Jahr 2014 ein Volumen von 2,99 Milliarden Euro für die Verordnung von Arzneimitteln zur Verfügung. Das ist eine Steigerung um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das sieht die zwischen der KV Westfalen-Lippe (KVWL) und den Krankenkassen ausgehandelte Arzneimittelvereinbarung vor.

"Ich werte diese Vereinbarung als einen vernünftigen Abschluss", sagte der Vorstandsvorsitzende der KV Westfalen-Lippe Dr. Wolfgang-Axel Dryden bei der Vertreterversammlung. Die Richtgrößen seien der tatsächlichen Verordnungsentwicklung angepasst worden. Der Wert für Hausärzte etwa steigt bei Rentnern von 146,04 Euro auf 146,92 Euro, bei allen anderen GKV-Versicherten von 48,97 Euro auf 49,76 Euro.

Ob noch in diesem Jahr auch eine Heilmittelvereinbarung unter Dach und Fach kommt, konnte der KVWL-Chef nicht sagen. Hier war erst vor Kurzem die Rahmenvereinbarung auf Bundesebene abgeschlossen worden.

Dryden begrüßte die Absicht der großen Koalition, auf der regionalen Ebene Alternativen zur Wirtschaftlichkeitsprüfung aushandeln zu lassen. "Ich bin gespannt darauf, welche Bereitschaft unsere Vertragspartner zeigen, mit uns Lösungen zu entwickeln beziehungsweise unsere Vorschläge zu akzeptieren, die Wirtschaftlichkeit in der Versorgung zu sichern und gleichzeitig für Ärzte eine nachvollziehbare und umsetzbare Orientierung zu bieten."

Die KVWL offeriere den Krankenkassen konstruktive Gespräche und gute Ideen, sagte er. "Wir könnten uns heute schon vorstellen, wie es geht." (iss)

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