Ankündigung des Gesundheitsministers

Bayern überprüft Fortbestand seiner Impfzentren

Bayern prüft, ob es die Impfzentren weiterbetreiben will. Die niedergelassenen Ärzte und Ärztinnen halten diese für nicht mehr nötig.

Veröffentlicht:

München. Die Impfzentren in Bayern kommen offenbar auf den Prüfstand. Es werde zeitnah geprüft, inwieweit ein staatliches Impfangebot weiterhin nötig sei, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag in München. Dieses Thema werde im Ministerrat besprochen und entschieden. Zuvor hatten die Mediengruppe Bayern und die „Augsburger Allgemeine“ darüber berichtet.

Als Grund für diesen Schritt nannte der Minister das absehbare Auslaufen der Coronavirus-Impfverordnung zum 31. Dezember. Diese sei die Rechtsgrundlage für den Betrieb der Impfzentren und mobilen Impfteams und regele auch die Finanzierung dieser Angebote.

Erst Ende September hatten der Bayerische Hausärzteverband und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Bayern gefordert, die Impfzentren nicht weiter staatlich zu finanzieren. Ihrer Ansicht nach reicht das Impfangebot der niedergelassenen Mediziner aus. Die Impfzentren seien eine mit Steuergeldern subventionierte Parallelstruktur. (dpa)

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Kommentare
Andreas Hoffmann 21.10.202217:56 Uhr

Solange es die Corona-Impfstoffe nicht als Einzeldosen gibt, braucht es die Impfzentren. Ich habe pro Woche 1-2 Patienten, die nach einer Auffrischung fragen - soll ich jedesmal die große Flasche aufmachen und den Rest wegwerfen? Über Monate Interessenten sammeln und dann hinterher telefonieren? Ich denke, so geht das vielen Praxen, leider ist der Verweis auf das Impfzentrum derzeit der pragmatischste Weg.

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