Warnung vor Gesundheitsschäden

Berlin setzt Kampagne für mehr Hitzeschutz auf

Die Berliner Ärztekammer engagiert sich gemeinsam mit weiteren Partnern für Hitzeprävention in der Hauptstadt. Dabei gibt es Verhaltensempfehlungen für Obdachlose und andere Risikogruppen.

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Erfrischung im Lustgarten: Für die Berliner war das im vergangenen Jahr eine Möglichkeit, sich vor der Hitze zu schützen.

Erfrischung im Lustgarten: Für die Berliner war das im vergangenen Jahr eine Möglichkeit, sich vor der Hitze zu schützen.

© Kay Nietfeld / dpa / picture alliance

Berlin. Das „Aktionsbündnis Hitzeschutz Berlin“ von Landesärztekammer, der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit sowie der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege hat eine Hitzeschutz-Kampagne aufgesetzt.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, vorausschauend auf neue Gesundheitsrisiken wie Hitzeperioden zu reagieren“, erklärte die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Dr. Ina Czyborra, in einer Mitteilung am Montag.

Neben der Einrichtung von öffentlich zugänglichen kühlen Räumen sollen Materialien mit Informationen und guten Ratschlägen für Hitzetage unter anderem über Apotheken, Essensausgabestellen und die Obdachlosenhilfe verteilt werden. Diese wurden vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) erarbeitet, zusätzlich sollen kurze Spots und Werbebanner in U-Bahnen auf das Thema aufmerksam machen.

„Die Berliner Bevölkerung hat im letzten Sommer erneut mehrere Hitzewellen erlebt“, betonte PD Dr. med. Peter Bobbert, Präsident der Ärztekammer Berlin. „Für einige war die Hitze nicht nur anstrengend, sondern lebensbedrohlich“. Berlin müsse dringend „hitzefest“ werden. Er verwies auf eine zusätzliche Social-Media-Serie mit Verhaltenstipps zum Hitzeschutz.

Hitzeschutzpläne mit Checklisten

„Wir wollen noch mehr Bereiche der Großstadt erreichen als die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, für die bereits im vergangenen Jahr in Berlin erfolgreich Hitzeschutzpläne in Kraft getreten sind“, erklärte Dr. Martin Herrmann, Vorstandsvorsitzender von KLUG.

Alexander Straßmeir, Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Soziales, stellte Details der Informationskampagne vor: „Wir fokussieren uns vor allem auf Risikogruppen wie Menschen der Generation 65 plus und Menschen ohne Obdach, die wir mit Postkarten und Flyern ansprechen, um sie so über Verhaltens-empfehlungen bei Hitze zu informieren. Natürlich sind diese Empfehlungen genauso für Menschen mit chronischen Erkrankungen, Schwangere und kleine Kinder wertvoll. Wir bitten Sie auch, anderen Betroffenen solidarisch zu helfen.“ (eb)

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