Bundeskartellamt

Bi-konfessionelles Krankenhaus in Flensburg kann starten

Das Bundeskartellamt hat das Großkrankenhaus in Flensburg nach Fusion zweier kirchlicher Träger genehmigt. 2027 soll nun ein Neubau mit 835 Betten in Betrieb genommen werden.

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Hafenpanorama von Flensburg: In der Stadt an der Förde soll jetzt das erste Krankenhaus der Schwerpunktversorgung in Deutschland entstehen, das von zwei kirchlichen Trägern unterschiedlicher Konfession betrieben wird.

Hafenpanorama von Flensburg: In der Stadt an der Förde soll jetzt das erste Krankenhaus der Schwerpunktversorgung in Deutschland entstehen, das von zwei kirchlichen Trägern unterschiedlicher Konfession betrieben wird.

© Sina Ettmer / stock.adobe.com

Flensburg. Grünes Licht für das geplante Großkrankenhaus in Flensburg: Zur gemeinsamen Trägerschaft durch Malteser und Diako bestehen keine Bedenken des Bundeskartellamtes. Die Landespolitik in Schleswig-Holstein reagiert erleichtert.

Als „einzig richtige“ bezeichnete Landesgesundheitsminister Dr. Heiner Garg (FDP) die Entscheidung. „Es ist ein deutlicher Unterschied, ob Krankenhäuser zum Zwecke einer besseren Gesundheitsversorgung der Menschen fusionieren, oder ob Unternehmen, beispielsweise der Automobilindustrie oder der Tech-Riesen wie Amazon oder Google durch Fusionen Wettbewerb verzerren und Monopolstellungen zu erreichen drohen“, sagte Garg.

Sein Ministerium hatte in den vergangenen Jahren intensive Gespräche über die Zukunft der Klinikstandorte in Flensburg geführt und betrachtet die Zusammenführung als Ideallösung. Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) sieht sich nach der Entscheidung dem Ziel eines Großkrankenhauses näher. Sie kündigte an, die Planungen für den Neubau auf einem neuen Grundstück voranzutreiben.

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Erleichterung herrschte auch bei den beiden kirchlichen Trägern, die erstmals in Deutschland eine gemeinsame Trägerschaft eingehen. Beide Träger werden mit jeweils 50 Prozent am neuen Klinikum beteiligt sein. Bislang halten beide jeweils große Krankenhäuser in unmittelbarer Nachbarschaft im Flensburger Zentrum vor. Beide Krankenhäuser sind sanierungsbedürftig und könnten an ihren Standorten nicht expandieren.

Deshalb hatte die Stadt Flensburg ein neues Grundstück zur Verfügung gestellt. Den Anstoß, die beiden Häuser in einem Neubau zu vereinen, hatten wie berichtet Ärzte in Einwohnerversammlungen gegeben. Zuvor war ein solcher Zusammenschluss von politischer Seite mehrfach als illusorisch abgetan worden.

Das neue Großklinikum soll nach jetziger Planung im Jahr 2027 seinen Betrieb aufnehmen und für mehr als 100.000 stationäre und ambulante Patienten im Jahr ausgelegt sein. Nach den Standorten Kiel und Lübeck des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) wird das Flensburger das größte Krankenhaus in Schleswig-Holstein.

Vorbereitung der Fusion hat begonnen

Die Fusion der Träger soll schon ein paar Jahre vor dem Umzug in das neue Klinikum erfolgen. Beide Krankenhäuser bereiten sich derzeit mit einer Angleichung der klinischen und kaufmännischen Prozesse auf den Zusammenschluss vor. Die beiden Kliniken sind gemeinsam mit 835 Betten für die Schwerpunktversorgung der Region zuständig. (di)

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