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COVID-19 auf Krebsstation – Ursprung noch unklar

Am Uniklinikum Eppendorf sind 20 Patienten und 20 Pflegekräfte positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Wie es zu den Infektionen kommen konnte, ist bislang noch nicht geklärt.

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Klärten über die SARS-CoV-2- Infektionen auf der Onkologiestation am UKE auf: Joachim Prölß (l.n.r), Direktor für Patienten- und Pflegemanagement, Carsten Bokemeyer, Direktor der Klinik für Onkologie, Hämatologie und Knochenmarktransplantation und Johannes Knobloch, Leiter der Krankenhaushygiene.

Klärten über die SARS-CoV-2- Infektionen auf der Onkologiestation am UKE auf: Joachim Prölß (l.n.r), Direktor für Patienten- und Pflegemanagement, Carsten Bokemeyer, Direktor der Klinik für Onkologie, Hämatologie und Knochenmarktransplantation und Johannes Knobloch, Leiter der Krankenhaushygiene.

© Christian Charisius / dpa

Hamburg. Die Onkologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) verzeichnet eine Häufung von COVID-19-Erkrankten. Bei den erkrankten Patienten handelt es sich ausschließlich um Krebspatienten, hauptsächlich Leukämie- und Lymphomerkrankte. Jeweils rund 20 Patienten und Mitarbeiter sind infiziert.

Während sich die infizierten Mitarbeiter in häuslicher Isolation befinden, müssen 18 Patienten stationär behandelt werden, drei davon intensivmedizinisch. Das UKE hat noch keine Erklärung für die Infektionswege.

UKE weist Vorwurf der Intransparenz zurück

In einer Pressekonferenz wehrten sich UKE-Verantwortliche gegen Medienkritik, Informationen über die Infizierungen in der Onkologie möglicherweise nicht schnell genug an das Gesundheitsamt weitergegeben zu haben. Medien berichten, dass die ersten Infektionen schon im März stattgefunden haben, ohne dass das Gesundheitsamt darüber informiert worden sei.

„Die zuständigen Behörden wurden unmittelbar informiert und die Hygiene-Maßnahmen sofort angepasst“, heißt es dagegen in einer Mitteilung des UKE. „Gerade in diesem sensiblen Bereich des UKE“ nehme das Haus die COVID-19-Infektionen „sehr ernst“, betonte UKE-Pflegedirektor Joachim Prölß. Nach Angaben des UKE-Vorstandsmitglieds werden die Hygieneempfehlungen des Robert Koch-Institutes (RKI) „stringent“ ungesetzt und werden vom UKE „teilweise sogar übertroffen“.

„Onkologische Therapie für Betroffene weiter gesichert“

Derzeit werden die infizierten Patienten auf spezifischen Stationen außerhalb des Zentrums für Onkologie isoliert durch onkologisches Fachpersonal betreut. Die onkologische Therapie ist laut Klinikdirektor Professor Carsten Bokemeyer weiterhin gesichert. Alle im Zentrum befindlichen onkologischen Patienten werden nach seinen Angaben regelhaft auf das neuartige Corona-Virus getestet. Auch alle stationären Neuaufnahmen werden vor Aufnahme getestet.

Bei der Suche nach den Infektionswegen wird auch geprüft, ob jemand den Erreger unbewusst und symptomfrei weitergegeben haben könnte. „Es ist davon auszugehen, dass die Infektionen nicht auf eine Einzelperson zurückzuführen sind“, betonte der Leiter der UKE-Krankenhaushygiene, Professor Johannes Knobloch. Nach seinen Angaben wurden die Hygienemaßnahmen auf den onkologischen Stationen angepasst. (di)

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