COVID-19-Symptome bei B.1.1.529

Corona-Variante Omikron verursacht wohl starke Müdigkeit

Ungewöhnliche, aber milde Symptomatik: Eine südafrikanische Ärztin hat britischen Medien geschildert, wie COVID-19 durch Omikron verläuft. Unklar ist, ob die Kasuistiken generalisierbar sind.

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Die Illustration zeigt die Spikes von SARS-CoV-2. Links die britische, in der Mitte die brasilianisch und rechts die südafrikanische Variante. In diesem Bild sind die Atome der Spikes zu erkennen –über 20.000. Auf der Hülle des Virus befinden sich typischer Weise 40 solcher Spikes. Keine der hier gezeigten Farben trifft die Realität, denn die Virenstruktur ist nur aus Schwarzweiß-Aufnahmen mit dem Elektronenmikroskop nachzuempfinden. Grafik erstellt von Maximilian Schönherr am 19. April 2021

SARS-CoV-2-Spike-Proteine: Wie sieht wohl das von B.1.1.529 aus?

© Maximilian Schönherr / picture alliance

London. Die bislang mit der neuen SARS-CoV-2-Variante Omikron (B.1.1.529) infizierten Menschen in Südafrika sind nach Angaben der dortigen Mediziner-Vereinigung (SAMA) bislang nicht schwer erkrankt. Die Vorsitzende des südafrikanischen Ärzteverbands, Dr. Angélique Coetzee, sagte der BBC, dass die bisher in ihrem Land festgestellten Fälle nicht schwerwiegend seien. Allerdings seien die Untersuchungen zu dieser Variante noch in einem sehr frühen Stadium. In dem Land seien nur rund 24 Prozent der Menschen vollständig geimpft.

„Die Patienten klagen meist über einen schmerzenden Körper und Müdigkeit, extreme Müdigkeit, und wir sehen es bei der jüngeren Generation, nicht bei den älteren Menschen“, sagte sie. Es handele sich nicht um Patienten, die direkt in ein Krankenhaus eingeliefert würden, sagte Coetzee.

Dem britischen „Telegraph“ sagte sie, man müsse sich aber Sorgen machen, dass die neue Variante des Coronavirus ältere Menschen mit Vorerkrankungen viel härter treffen könnte. In Südafrika sind nur etwa sechs Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt.

Variante am 18. November entdeckt

Coetzee fügte hinzu, die Symptome bei Erkrankungen durch die neue Variante seien zwar ungewöhnlich, aber mild. Sie sei zum ersten Mal auf die Möglichkeit einer neuen Variante aufmerksam gemacht worden, als Anfang November Patienten mit ungewöhnlichen COVID-19-Symptomen in ihre Praxis in Pretoria gekommen seien.

Sie hätten unter starker Müdigkeit gelitten. Keiner von ihnen habe einen Geschmacks- oder Geruchsverlust beklagt. „Ihre Symptome waren so anders und milder als die, die ich zuvor behandelt hatte“.

Coetzee war den Angaben zufolge die erste südafrikanische Ärztin, die die Behörden am 18. November auf Patienten mit einer neuen Variante aufmerksam gemacht hatte.

Die Omikron-Variante (B.1.1.529) war zuerst im südlichen Afrika nachgewiesen worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft sie als „besorgniserregend“ (Variant of Concern, VOC) ein. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Variante hat, steht aber noch nicht fest. (dpa/eb)

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