Der Gesundheitswissenschaftler Raimund Geene hält ein Update des Präventionsgesetzes für überfällig. Im Interview sagt er, wo eine Novelle ansetzen sollte – und warum die Diskussion über Gesundheitsziele wiederbelebt werden muss.
Das AMNOG setzt seit 2011 den Rahmen für Nutzenbewertung und Preisverhandlungen neuer Arzneimittel. Jetzt plant das Gesundheitsministerium eine Rosskur. Pharmahersteller sehen darin ein Update, Krankenkassen warnen vor aufgeweichten Evidenzstandards.
Investorengeführte MVZ stehen auf dem Plan der Koalition. Es fragt sich nur: Wann genau? Aus der Opposition kommt die Aufforderung an die Regierung, das Thema aufzurufen. Die KV Bayerns hat einen Weg gefunden, sich einen Überblick zu verschaffen.
Deutschland nimmt im europäischen Vergleich beim Fortpflanzungsrecht eine Sonderrolle ein. Die rechtlichen Vorgaben gelten als restriktiv und nicht selten als wissenschaftlich überholt. Und doch ist kein Reformwille in Sicht. Warum ist das so?
Die Grünen-Politikerin Paula Piechotta beklagt beim Entwurf für den BMG-Haushalt 2027 „Buchungstricks“. Der Entwurf sei schon am Tag seiner Veröffentlichung überholt gewesen. Auch die Bilanz des Bundesrechnungshofs fällt kritisch aus.
Für das geplante Primärversorgungssystem in Deutschland gibt es viele Erfahrungen im Ausland. Ein Ratschlag an die Koalition und den designierten Gesundheitsminister Carsten Linnemann lautet: Bitte viel Zeit für die Umsetzung mitbringen!
Chaos im Bundestag, Widerstand aus vielen Ländern: Das GKV-Sparpaket ist im selbsterzeugten Gegenwind der Koalition entstanden. Die schmale Konsensbasis von Union und SPD bleibt der Hemmschuh für die anstehenden Strukturreformen.
Die Union simuliert die „Wirtschaftswende“ in der Koalition und hat sich dafür ausgerechnet die Telefon-AU ausgesucht. Das ist pure Symbolpolitik – und ein Programm zum Bürokratieaufbau obendrein.
Vor gut sechs Jahren hat das Bundesverfassungsgericht in einem umstrittenen Beschluss die Rechtslage zur Suizidhilfe erheblich verändert. Seitdem konnte der Bundestag sich nicht auf ein Begleitgesetz verständigen. Warum eigentlich nicht?
Unter der Überschrift „AMNOG 2.0“ diskutieren Fachleute über mögliche Anpassungen bei der frühen Nutzenbewertung. Wie der Umbau aussehen kann, war Gegenstand einer Diskussionsrunde beim diesjährigen Hauptstadtkongress.
In der Debatte um die Primärversorgung der Zukunft hilft weder das Hohe Lied auf die HzV noch ihr Schlechtreden. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken benötigt konstruktive Vorschläge, wie Patientensteuerung besser gelingt.
Funktioniert nicht, kann weg: Die Koalition hat sich ihr Urteil über Extra-Honorare für rasche Terminvermittlung offenbar schon gebildet. Bei einer Zi-Veranstaltung wurde über die Deutungshoheit zwischen Ärzten und Krankenkassen noch hart gerungen.
Er drängt auf höhere Bundesmittel für die GKV und schlägt eine „Konzertierte Aktion“ vor: Im Gespräch mit der Ärzte Zeitung erklärt DAK-Vorstand Andreas Storm, warum ein Grundkonsens für die Reform so wichtig ist – und nicht nur für dieses Vorhaben.
Bei einer Anhörung im Gesundheitsausschuss werden vielstimmige Erwartungen laut, wie ein Primärversorgungsmodell ausgestaltet sein soll. Ein Streitpunkt: Wieviel digitale Navigation soll es für Patienten geben?
Die Debatte um Nina Warkens GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz zeigt wie unter einem Brennglas die Widersprüche der Regierungskoalition auf. Das verheißt nichts Gutes – etwa für das geplante Primärversorgungssystem.
Wenn das Bundeskabinett in dieser Woche Nina Warkens Spargesetz durchwinkt, beginnt eine Bewährungsprobe für Gesundheitspolitiker von Union und SPD. Haben sie über das Sammelsurium von Sparvorschlägen hinaus eigene Gestaltungsideen für die Zukunft der GKV?
Es ist ein Beruf, der bei vielen Medizinern Vorbehalte auslöst. Ein Gutachten für das Bundesgesundheitsministerium beleuchtet die Arbeit von Heilpraktikern aus vielen Perspektiven. Doch was passiert jetzt mit all den Daten?
Die gesetzliche Krankenversicherung hat zuallererst ein Ausgabenproblem. Jüngste Vorschläge wie zur Mitversicherung von Ehepartnern verschleiern diese Herausforderung. Nötig ist ein rigides Sparpaket für die GKV – und zwar rasch.
Das Forschungsdatenzentrum Gesundheit beherbergt einen großen Datenpool. Theoretisch lassen sich daraus einzigartige Krankheitsmuster ableiten. FDZ-Leiter Steffen Heß erläutert, warum die Daten dennoch ausreichend geschützt sind.
Noch sind die Vorschläge der Finanzkommission für ein GKV-Sparpaket nicht veröffentlicht. Doch Gesundheitspolitiker der Koalition überlassen Nina Warken nicht das Feld und wollen beim Sparpaket mitreden.
Facharzttermine sind wie Goldstaub: Einst sollte das Terminservicegesetz den Streit um Wartezeiten für Patienten besänftigen. Jetzt fordern Bundesrechnungshof und Kassen, die TSVG-Vergütungen zu streichen. Nina Warken muss sich entscheiden.
Beim Hausärztetag in Stuttgart bekennen sich alle demokratischen Parteien zur Hausarztzentrierten Versorgung, die der Verband als bundesweit tragfähiges Modell ansieht. Doch nach der Landtagswahl ist die Unterstützung geschwächt.