KV Nordrhein

Grippe-Impfung in Apotheken kaum nachgefragt

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Düsseldorf. Grippeschutzimpfungen in Apotheken machen keinen Sinn, findet die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNo). Sie kritisiert den seit September 2020 in einigen nordrheinischen Regionen laufenden Modellversuch zwischen der AOK Rheinland/Hamburg und dem Apothekerverband Nordrhein.

Sie hatten vor Kurzem angekündigt, dass der Modellversuch ausgeweitet wird und in ganz Nordrhein Apotheken die Grippeschutzimpfung anbieten werden. Insgesamt 250 Apotheker haben sich bislang an der Aktion beteiligt, es kam zu 400 Grippeschutzimpfungen. „Die verschwindend geringe Zahl von 400 Menschen, die das Angebot genutzt haben, zeigt, dass offenbar kein Bedarf für Grippeschutzimpfungen in Apotheken besteht“, sagte der KVNo-Vorsitzende Dr. Frank Bergmann.

Er verwies darauf, dass in Nordrhein die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte allein von April bis Dezember des vergangenen Jahres 1,5 Millionen Grippeschutzdosen verimpft hätten. Angesichts des organisatorischen Aufwands sei es nicht selbstverständlich, was die Praxen während der Grippesaison leisteten.

Der Chef der AOK Rheinland/Hamburg Günter Wältermann hatte betont, dass die Impfung in den Apotheken nicht in Konkurrenz zu der in den Praxen stehe. Vielmehr würden dadurch Menschen erreicht, die sich nicht beim Arzt impfen lassen. (iss)

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Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dr. Felix Blasshofer

Ich bin als Apotheker wahrlich kein Freund dieser Aktion. Aber das ist schon ein sehr polemischer Kommentar.
Die meisten werden sich erinnern, dass in der letzten Saison extreme Probleme bei der Verfügbarkeit des Impfstoffs bestanden. Dies ist der Hauptgrund für die geringe Zahl an Impflingen.


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