Öffentlicher Gesundheitsdienst

Hessen bekommt Landesgesundheitsamt

Mit dem Landtagsbeschluss ist der Weg für ein neues Landesamt für Gesundheit und Pflege zum 1. Januar frei. Anlass zur Gründung waren die Erfahrung aus der Corona-Pandemie.

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Wiesbaden. Hessen bekommt ein Landesgesundheitsamt. Das hat der hessische Landtag am Donnerstagabend in Wiesbaden mit den Stimmen der schwarz-grünen Regierungskoalition beschlossen. Mit dem Beschluss verbessere Hessen den Gesundheitsschutz der Bevölkerung, stärke den öffentlichen Gesundheitsdienst und ziehe eine wichtige Lehre aus der Corona-Pandemie, sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne).

Die Behörde soll als Bindeglied zwischen dem Sozialministerium und den Gesundheitsämtern im Land eine koordinierende Rolle einnehmen. Dabei wird es etwa um die Erarbeitung von Empfehlungen gehen, um ein einheitliches Vorgehen in Hessen zu gewährleisten. Die Behörde soll die Gesundheitsämter zudem durch Beratung unterstützen und eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis werden.

Das hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege ist als dezentral organisierte Gesundheitsfachbehörde an vier Standorten geplant. Der Hauptsitz der Behörde soll in Darmstadt sein, Außenstellen sind in Frankfurt, Gießen und Dillenburg vorgesehen. Für die neue Großbehörde werden das bisherige Hessische Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen in Frankfurt und Dillenburg sowie die mit Vollzugsaufgaben im Gesundheitswesen befassten Bereiche der Regierungspräsidien Darmstadt und Gießen zusammengefasst und um neue Aufgaben erweitert.

Erleichterter Einstieg in Pflegeausbildung

Ebenfalls am Donnerstagabend hat der Landtag einen erleichterten den Einstieg in die Ausbildung für einen Pflegeberuf beschlossen. Mit einer neuen gesetzlichen Regelung werde für die Krankenpflegehilfeausbildung die Möglichkeit geschaffen, auch ohne Hauptschulabschluss auf Antrag zur Ausbildung zugelassen zu werden Klose anlässlich der breiten Zustimmung für die Regelung im Plenum.

Der Fachkräftemangel in den Pflegeberufen sei eklatant. Mit der neuen Regelung werde dazu beigetragen, auch Menschen in schwierigen Lebenssituationen oder mit Lücken in der Bildungsbiografie für eine Ausbildung in den Helferberufen zu gewinnen, betonte der Minister. (dpa/bar)

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