„CoronaUpdate“-Podcast

Immunität gegen SARS-CoV-2? „Wir haben eine dreifache Unsicherheit!“

Die Immunitätsausweise sind zwar nicht mehr Teil des nächsten Spahn-Gesetzes zu Corona – doch in der Debatte leben sie fort. Ein „CoronaUpdate“ über Sinn und Unsinn von Immunitätsausweisen.

Von Prof. Dr. med. Martin Scherer und Denis Nößler Veröffentlicht: 11.05.2020, 13:47 Uhr
Immunität gegen SARS-CoV-2? „Wir haben eine dreifache Unsicherheit!“

© Springer Medizin

Auf dem „2. Gesetz zum Schutz der Bevölkerung in einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sind die Immunitätsausweise einstweilen erst einmal gestrichen worden. Doch in der Politik wird weiter über sie diskutiert – auch auf europäischer Ebene.

Doch welchen Nutzen diese Ausweise überhaupt hätten, ist unklar. Denn noch immer lässt sich nur begrenzt etwas zu der Aussagekraft beispielsweise von Antikörpertests sagen.

In diesem „CoronaUpdate“ reden wir über eine „dreifache Unsicherheit“ bei der Frage nach der SARS-CoV-2-Immunität: die diagnostische, die epidemiologische und die klinische.

Und wir fragen nach den ethischen Problemen, die diese Immunitätspässe aufwerfen: Werden Menschen damit nicht stigmatisiert und diskriminiert? Schaffen dieses Pässe nicht sogar eine neue Zweiklassen-Gesellschaft – von Immunen und Nicht-Immunen, bzw. Menschen mit und Menschen ohne Corona-Ausweis?

Könnten diese Ausweise nicht sogar gegenteilige Effekte bewirken? Und letztlich: Wären sie nicht sogar der erste Schritt hin zu einer Impfpflicht gegen das Coronavirus? Mancher Politiker liebäugelt ja längst mit diesem Gedanken.

Quellen:

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Kommentare
Berthold Semann

Bei der Prävalenz von Corona (derzeit 0,21) ist bei einem einmaligen Test, z.B. der von Roche (Sensitivität: 100 %, Spezifität: 99,81 %) tatsächlich die Wahrscheinlichkeit von falsch positiven Ergebnissen sehr hoch (47,39 %). Wiederholt man allerdings den Test mit allen positiv Getesteten sinkt die Wahrscheinlichkeit für ein falsch positives Ergebnis auf 0,17 %.


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