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KV Sachsen-Anhalt: Praxen sind keine Testlabore für digitale Anwendungen

Die KV Sachsen-Anhalt fordert die Landes- und Bundespolitik zum Handeln auf: mehr Medizinstudienplätze, funktionierende digitale Anwendungen und eine umfassende Entbudgetierung.

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Mehr Medizinstudenten: Der Bedarf an Absolventinnen und Absolventen, die sich nach ihrem Medizinstudium niederlassen, sei groß in Sachsen-Anhalt, so die KV-Sachsen-Anhalt.

Mehr Medizinstudenten: Der Bedarf an Absolventinnen und Absolventen, die sich nach ihrem Medizinstudium niederlassen, sei groß in Sachsen-Anhalt, so die KV-Sachsen-Anhalt.

© Wavebreakmedia/Getty Images/iStock

Sachsen-Anhalt. Die Mitglieder der Vertreterversammlung der KV Sachsen-Anhalt (KVSA) appellieren an die Landes- und Bundespolitik, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sich mehr Medizinstudenten und junge Ärzte in Sachsen-Anhalt niederlassen.

Die Situation werde sich nicht so schnell verbessern, schreibt die KV-VV in einer Resolution: Gut ein Drittel der Vertragsärzte werden in absehbarer Zeit in den Ruhestand gehen. Daher fordern die Vertreter der Vertragsärzte unter anderem eine Erhöhung der Zahl der Medizinstudienplätze, auch in Verbindung mit der Landarztquote.

Verbesserungsbedarf sehen die Ärzte und Ärztinnen bei der Digitalisierung: Die Praxen seien eher Testlabore unausgereifter digitaler Neuerungen, heißt es in der Resolution. Für die Praxen bleibe kein Mehrwert, sondern nur Mehraufwand. Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten seien einzubinden, bevor digitale Anwendungen eingeführt werden. Finanzielle Sanktionen seien abzuschaffen.

Darüber hinaus fordert die KV-VV die Entbudgetierung aller ärztlichen und psychotherapeutischen Leistungen. Allein im Jahr 2022 seien in Sachsen-Anhalt Leistungen in Höhe von 75 Millionen Euro nicht vergütet worden, so die KVSA. (sam)

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