KVWL

Kampagne soll Ärzte in Westfalen-Lippe für Impfzentren anwerben

In Westfalen-Lippe haben sich zwar schon viele Freiwillige gemeldet – aber es reicht noch nicht.

Von Ilse Schlingensipem Veröffentlicht:

Dortmund. Unter dem Motto „Mach’s möglich“ wirbt die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) um Unterstützung für die Arbeit in den COVID-19-Impfzentren. Zwar haben bereits viele Ärzte sowie Medizinische Fachangestellte ihre Bereitschaft signalisiert, es seien aber noch nicht genug, betont der KVWL-Vorstand.

Nach bisherigem Stand wird es in Westfalen-Lippe 27 Impfzentren geben. Sie sollen Mitte Dezember startklar sein. „Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe wird in den Zentren den medizinischen Teil der Impfung vorbereiten und begleiten“, sagt der KVWL-Vorsitzende Dr. Dirk Spelmeyer. „Dazu gehört neben der Impfung selbst auch die Impfaufklärung.“ Die Zentren sollen montags bis sonntags von 8 bis 20 Uhr geöffnet sein und mit zwei Schichten arbeiten.

27 Impfzentren soll es in Westfalen-Lippe geben. Sie sollen, wie in den meisten anderen Regionen, Mitte Dezember startklar sein.

Die KVWL wird dabei im Auftrag der Landesregierung tätig und schließt mit ihr einen entsprechenden Vertrag ab. Die KVWL übernimmt dabei keinen Sicherstellungsauftrag, bei den Impfungen handelt es sich um keine Versorgung nach dem Sozialgesetzbuch V. Die Landesregierung regelt die Logistik der Impfstoff-Verteilung und die Priorisierung der vorrangig zu impfenden Gruppen, so die KV.

Kammern betreiben für das Land das Freiwilligenregister

In Nordrhein-Westfalen betreiben die Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe (ÄKWL) im Auftrag der Landesregierung ein Freiwilligenregister, in dem sich Ärzte ebenso wie Vertreter anderer Fachberufe aus dem Gesundheitswesen aufnehmen lassen können, die sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie engagieren wollen. Für die Besetzung der Impfzentren spielt das Register eine wichtige Rolle. Die KVWL hat ihr Vorgehen nach eigenen Angaben mit der ÄKWL abgestimmt. „Wir brauchen sehr viel mehr, als sich bislang im Register gemeldet haben“, erläutert eine Sprecherin. Außerdem müsse die KV für ihre Dienstplanung genau wissen, in welchen Zentren und in welchem Zeitrahmen Ärzte und MFA zur Verfügung stehen.

Um möglichst viele Interessenten zu erreichen – die Kassenärztliche Vereinigung sucht auch Juristen oder Sachbearbeiter im Datenmanagement –, schaltet sie Stellenausschreibungen mit verschiedenen Motiven auf ihrer eigenen Seite mit Job-Angeboten (www.karriere-kvwl.de/jobs), aber auch in Jobportalen. „Einander ohne Maske begegnen? Mach’s möglich!“ oder „Oma und Opa umarmen? Mach’s möglich“ werden die Nutzer dort aufgefordert. (iss)

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