Staatsanwaltschaft ermittelt

Karlsruher Klinik soll Versorgung eines nicht Corona-geimpften Patienten verweigert haben

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen das Klinikum Karlsruhe, weil es einen nicht gegen COVID-19 geimpften Mann abgewiesen haben soll. Das Krankenhaus weist die Vorwürfe zurück.

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Karlsruhe. Nach Vorwürfen gegen das Klinikum Karlsruhe im Zusammenhang mit einem angeblich nicht gegen Corona geimpften und inzwischen verstorbenen Patienten ermittelt die Staatsanwaltschaft Karlsruhe.

Die Anklagebehörde habe ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, sagte ein Sprecher am Dienstag. Grund seien mehrere Anzeigen – darunter eine aus dem Umfeld des Mannes. Der Mann soll wegen seines Impfstatus‘ nicht versorgt worden sein. Welche Beschwerden er hatte, ist unklar.

„Durchaus steht auch die Hypothese im Raum, dass der Patient eine Behandlung ablehnte“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Klinik hat die Vorwürfe „ausdrücklich und vollumfänglich“ zurückgewiesen.

Am Dienstag wollte sich das Krankenhaus mit Blick auf das laufende Verfahren zunächst nicht weiter äußern und verwies auf eine Pressemitteilung vom Vorabend. Darin heißt es: „Die Behauptungen sind nicht nur nicht im Gesamtkontext, sondern auch für sich genommen unwahr und völlig aus dem konkreten Behandlungsgeschehen gerissen.“

Strafanzeige gestellt

Auch die Klinik habe Strafanzeige erstattet. „Es sind entgegen jeglicher Faktenlage unwahre Tatsachen behauptet worden, die auch im mutmaßlichen wohlverstandenen Interesse des Verstorbenen als verleumderisch bezeichnet werden können.“

Im Internet kursiert seit dem Wochenende ein Video, das den zu dem Zeitpunkt noch lebenden Patienten in der Klinik auf dem Boden auf einer Matratze liegend zeigen soll. Ob das Video authentisch ist, werde geprüft, sagte ein Polizeisprecher.

Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Obduktion des Mannes. Darüber müsse noch ein Richter entscheiden, sagte der Sprecher der Anklagebehörde. Ermittelt werde in alle Richtungen. (dpa)

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