Direkt zum Inhaltsbereich

Niedersachsen

Klinikreform: Hartmannbund sorgt sich um Weiterbildung

Durch die geplante Einteilung in verschiedene Level müssen die Assistenten häufiger ihre Weiterbildung in verschiedenen Kliniken absolvieren. Das könnte zu einem Qualitätsverlust führen, warnt der HB.

Veröffentlicht:
Im Zusammenhang mit der Klinikreform sollte auch an die Weiterbildung gedacht werden, betont der Hartmannbund.

Im Zusammenhang mit der Klinikreform sollte auch an die Weiterbildung gedacht werden, betont der Hartmannbund.

© Kzenon / stock.adobe.com

Hannover. Die Vorsitzende des niedersächsischen Hartmannbundes, Professorin Anke Lesinski-Schiedat, hat im Zusammenhang mit der Krankenhausreform gefordert, die Weiterbildung der Ärztinnen und Ärzte angemessen zu berücksichtigen.

Durch die geplante Einteilung der Kliniken in verschiedene Level müssten die Assistenten ihre Weiterbildung in verschiedenen Kliniken absolvieren, „sollte das eigentlich weiterbildende Klinikum bestimmte Leistungen gemäß der neuen Level-Struktur nicht mehr anbieten“, so Lesinski-Schiedat.

Verbund-Weiterbildung für den Hartmannbund eine gute Option

„Die Aufsplittung der Weiterbildung auf unterschiedliche Standorte ist hauptsächlich der aktuell geplanten Krankenhausreform geschuldet und darf im Ergebnis nicht zu einem Qualitätsverlust führen – weder in der zuverlässigen Versorgung im Krankenhaus, noch in den ärztlichen Praxen oder gar in der Weiterbildung an sich“, sagte die Landesvorsitzende. „Die Sicherung einer gut organisierten Weiterbildung innerhalb dieser Reform dient langfristig auch der guten Versorgung von Patientinnen und Patienten.“

Lesen sie auch

Klaus-Peter Schaps, Vorsitzender des Hartmannbund Arbeitskreises Weiterbildung, ergänzte: „Zu einer guten Weiterbildung gehört auch, dass neben einer klaren Struktur auch ein verlässliches und adäquates Einkommen zur Verfügung steht.“ Deshalb habe der Hartmannbund Arbeitskreis bereits zuvor die Verbund-Weiterbildung gefordert: Mit einem einheitlichen Vertrag, festgelegter Vergütung und bereits fest geplantem Ablauf verleihe diese Regelung Ärztinnen und Ärzten Planungssicherheit – auch und gerade bei einer Aufteilung ihrer Weiterbildungszeit auf mehrere Ausbildungsorte, so Schaps. (cben)

Mehr zum Thema

Ärztemangel

KV Niedersachsen stellt Arztzahlprognose für das Jahr 2040 vor

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Interview

Vegetarische und vegane Ernährung bei Kindern mit Vorerkrankungen

Hornhautinfektion durch Pilze

Pilzkeratitis: CRISPR-Test hilft bei unklaren Verdachtsfällen

Lesetipps
Reiseimpfungen bei Kindern: Müssen Abstandsregeln eingehalten werden?

© Porträt: BVKJ | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Reiseimpfungen bei Kindern: Müssen Abstandsregeln eingehalten werden?

Eine Illustration zeigt, wie mittels einer Spritze ins Auge gestochen wird.

© Asset Arc / stock.adobe.com / generated AI

Neovaskuläre altersbedingte Makuladegeneration

Anti-VEGF-Injektionen: Versäumte Termine kosten nAMD-Patienten wohl Sehschärfe