Rheinland-Pfalz

Kontroverse Debatte um Arbeitsbedingungen in der Pflege

Einen Tag nach ihrer Vereidigung als neue Sozialministerin hält Dörte Schall (SPD) ihre erste Rede im Landtag. Es geht um das wichtige Thema Pflege – und die Fachkraftquote.

Veröffentlicht:

Mainz/Berlin. Die neue rheinland-pfälzische Sozialministerin Dörte Schall (SPD) lehnt eine Flexibilisierung der Fachkräftequote in der Pflege ab. In ihrer ersten Rede im Landtag in Mainz sprach sich Schall stattdessen dafür aus, die Arbeitsbedingungen für das Personal zu verbessern und die Menschen zu unterstützen, die diesen Beruf mit Herzblut ausüben. Die Tätigkeit dürfe trotz der teilweise harten Arbeitsbedingungen nicht schlechtgeredet werden.

Die CDU-Opposition hatte ihre Forderung damit begründet, dass die Fachkraftquote die Flexibilität erheblich einenge. Das führe zu Leiharbeit und dazu, dass Betten nicht belegt werden könnten und Einrichtungen Insolvenz anmelden müssten.

Flexibilität durch Quote eingeengt!?

Diese Hemmnisse sehe sie nicht, sagte die Sozialministerin. Schall war erst einen Tag vor der Debatte als neue Ministerin im Kabinett des ebenfalls neuen Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer (SPD) vereidigt worden. Nach Ansicht von Pflegegesellschaft, Landespflegekammer, Sozialverband VdK und Praxisvertretern steht die Pflege in Rheinland-Pfalz auf der Kippe. Vertreter fordern vor allem von der Landesregierung und den Pflegekassen dringend Reformen.

Auch von privaten Pflegeanbietern ist die Fachkraftquote wiederholt als zu starr und überdies kaum einlösbar kritisiert worden, da der Arbeitsmarkt nicht genügend Fachkräfte hergebe. In den Ländern wird der Umgang mit der Quote unterschiedlich gehandhabt. (dpa/hom)

Schlagworte:
Mehr zum Thema
Kommentare
Dr.med. Franz H. Müsch 11.07.202421:23 Uhr

Die großen Präventionspropleme der sog. Berufsgenossenschaften und "Unfall"kassen (vgl. § 1 SGB VII) während der CORONA-Pandemie bzgl. der Berufskrankheit Nr. 31 01 "Infektionskrankheiten..." Anlage 1 BKV aufgrund der "Arbeitsbedingungen in der Pflege" sollten Anlaß sein, die Zustände dort von der Staatlichen Gewerbeaufsicht nach § 21 (1) Arbeitsschutzgesetz (Deutsches Duales Abeitsschutzsystem) zu kontrollieren.

* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Interview

Was eine gute Reha beim Post-COVID-Syndrom ausmacht

Infektionsmanagement

Keuchhusten: Was bei der Behandlung Erwachsener wichtig ist

Lesetipps
Eine Pillenbox gefüllt mit Medikamenten.

© Mouse family / stock.adobe.com

Tipps aus der Medizin, Pflege und Pharmazie

Wie sich die Adhärenz bei oraler Tumortherapie steigern lässt

Ein Paragrafenzeichen in blau und im Hintergrund verschwommene Paragrafen.

© Steffen Kögler / stock.adobe.com

Juristische Fallstricke

So lassen sich Haftungsrisiken in der Hausarztpraxis minimieren

Pertussis: Auch die Großeltern impfen?

© Porträt: BVKJ | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Pertussis: Auch die Großeltern impfen?