Bremen

Krankenstube für Patienten ohne Wohnung

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BREMEN. Bremen will im April eine Krankenstube für wohnungslose Patienten einrichten. Das berichtete Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) im Sozialausschuss (Deputation) der Bürgerschaft.

„Wer nach einem schweren Eingriff oder einer ambulanten Operation aus dem Krankenhaus direkt auf die Straße entlassen wird, braucht weitere Pflege und Unterstützung bis zur vollständigen Genesung“, begründete Stahmann den Schritt.

Die Krankenstube ist eingerichtet in einem ehemaligen Übergangswohnheim für Flüchtlinge in der Innenstadt, in dem seit Dezember vergangenen Jahres bereits „Wohnungslose ohne Einsicht in ihre psychische Erkrankung“ untergebracht sind, wie es hieß.

Neben erfahrenen Sozialpädagogen wird auch eine Pflegekraft in der Einrichtung arbeiten. „Wird das Angebot angenommen und erweist sich als erfolgreich, kann es auch kurzfristig ausgebaut werden“, teilt der Bremer Senat mit.

Das bisherige System der Versorgung in Notunterkünften reiche derzeit manchmal nicht aus, selbst dann nicht, wenn ambulante Pflegedienste hinzugezogen werden, so Stahmann. „Wir bieten darüber hinaus jetzt einen geschützten Rahmen, in dem die Unterstützung bei der Grundpflege bis zur Genesung sichergestellt wird.“ (cben)

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