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Regierungskommission

MEDI: Vorschläge für Notfallreform teils gut, oft realitätsfern

Die Empfehlungen der Regierungskommission für eine Reform der Notfallversorgung wertet der MEDI-Verbund nur teilweise als hilfreich.

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Stuttgart. MEDI Baden-Württemberg bewertet die Empfehlungen der Regierungskommission für die Reform der Notfall- und Akutversorgung in Deutschland als „partiell gut“. Allerdings mangele es an „konkreten Lösungs- und realistischen Umsetzungsvorschlägen, heißt es in einer Mitteilung vom Freitag.

Der Ärzteverband hält beispielsweise die Vorschläge zur Besetzung der Integrierten Notfallzentren (INZ) werktags ab 14 Uhr für unrealistisch – dagegen spreche der zunehmende Ärztemangel und die Überalterung der niedergelassenen Ärzteschaft. Auch bei der fachlichen Besetzung der INZ würde es Engpässe geben, denn eine ausreichende Zahl von Ärzten mit Weiterqualifikation in der Notfallmedizin müsse erst noch geschaffen werden.

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Kritisch sieht MEDI auch die geplante Finanzierung der Notfallversorgung. „Es kann nicht sein, dass die niedergelassene Ärzteschaft im KV-Bereich Notdienste aus der eigenen Tasche mitfinanziert. Kein Klempner zahlt für seinen eigenen Notdienst“, sagt MEDI-Vizechef Dr. Norbert Smetak. Im Gegenteil: Dieser würde noch „einen ordentlichen Zuschlag berechnen“.

Überdacht sehen will der Verband auch den Vorschlag, KV-Notfallpraxen nur mit Fachärzten der Inneren Medizin, Chirurgie, Allgemeinmedizin oder Anästhesie oder über eine Weiterqualifikation in der Notfallmedizin zu besetzen. Das orientiere sich nicht an der Realität der niedergelassenen Ärzteschaft. Warum nicht auch Orthopäden und Neurologen vorgesehen werden, bedürfe einer Erläuterung, mahnte er. (eb)

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