Forschungsprojekt

NRW setzt gegen Engpässen bei Schutzausrüstung auf KI-Frühwarnsystem

Eine auf Künstlicher Intelligenz basierende Analyse der Bestelldaten von Schutzausrüstung soll frühzeitig erkennen, wo es besonders große Nachfrage und deshalb Lieferschwierigkeiten geben könnte.

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Sankt Augustin. Nordrhein-Westfalen setzt auf Künstliche Intelligenz (KI), um Engpässe bei der Versorgung mit medizinischer Schutzausrüstung künftig zu vermeiden. Ein KI-basiertes Frühwarnsystem soll dafür sorgen, dass Kliniken, Niedergelassene und Pflegeeinrichtungen selbst bei kurzfristigen Engpässen die Materialien erhalten, die sie benötigen.

Das System wird als Teil des Forschungsprojektes corona.KEX.net entwickelt und vom Wirtschaftsministerium NRW mit drei Millionen Euro gefördert. Beteiligt sind der Wissens- und Technologiedienstleister KEX Knowledge Exchange und Mitstreiter aus Wissenschaft und Industrie.

„Mit Frühwarnsystemen auf Basis Künstlicher Intelligenz können wir dazu beitragen, die Versorgungssicherheit medizinischer Einrichtungen zu sichern und unser Gesundheitssystem krisenfester zu machen“, so Landeswirtschaftsminister Professor Andreas Pinkwart (FDP).

Alarm wird automatisch ausgelöst

Auf dem Portal corona.kex.net konnten registrierte Nutzer bislang Schutzmaterial bestellen. An die Plattform soll jetzt das KI-Frühwarnsystem angedockt werden. Es analysiert die Bestelldaten in Echtzeit und kann so frühzeitig erkennen, wo es eine besonders große Nachfrage und deshalb mögliche Lieferschwierigkeiten geben könnte. Dann schlägt das System Alarm.

Das Bestellportal ist jetzt von dem Forschungsprojekt getrennt worden und unter vipro.de erreichbar.

Das KI-Projekt steht unter der Schirmherrschaft der Kompetenzplattform Künstliche Intelligenz NRW. Ihr Ziel ist es, Akteure aus Forschung und Wirtschaft zusammenzubringen, um insbesondere im Mittelstand Hürden beim Zugang zu KI-Anwendungen abzubauen. (iss)

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