Direkt zum Inhaltsbereich

Versorgung auf dem Land

Niedersachsen setzt auf Regionale Gesundheitszentren in der Fläche

Aus kleinen Krankenhäusern sollen Gesundheitszentren werden. Mit zwei Millionen Euro fördert das Land den Ausbau der Zentren. Neben Ankum sind bereits zwei weitere geplant.

Veröffentlicht:
Das Marienhospital in Ankum ist das erste Krankenhaus, das in Niedersachsen zum Gesundheitszentrum geschrumpft wurde. Nun sollen weitere Kliniken folgen.

Das Marienhospital in Ankum ist das erste Krankenhaus, das in Niedersachsen zum Gesundheitszentrum geschrumpft wurde. Nun sollen weitere Kliniken folgen.

© Niels-Stensen-Kliniken

Ankum/Norden/Hannover. Mit Regionalen Gesundheitszentren (RGZ) will Niedersachsens Landesregierung die Gesundheitsversorgung auf dem Land sichern. Das erste Gesundheitszentrum dieser Art nahm am 1. April in Ankum (Landkreis Osnabrück) die Arbeit auf. Das dortige Regionale Gesundheitszentrum im Marienhospital ging aus einem Haus der Grund- und Regelversorgung hervor. Anfang Juli schließt auch die Geburtshilfestation des früheren Krankenhauses. Deren Betten wurden ins 18 Kilometer entfernte Quakenbrück und ins 26 Kilometer entfernte Damme verlagert.

Die Regionalen Gesundheitszentren, die eine Art „Zwitter“ zwischen kleinen Krankenhäusern und Arztpraxen sind, bieten eine stationäre und ambulante Versorgung sowie optionale Leistungen. Sie sollen ein wichtiges Element der neugestalteten Krankenhauslandschaft in Niedersachsen werden. Das Land fördert den Aufbau. Im Doppelhaushalt 2022/2023 sind dafür je zwei Millionen Euro bereitgestellt, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Weitere Regionale Gesundheitszentren sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Bad Gandersheim (Landkreis Northeim) und in Norden (Landkreis Aurich) in Planung.

In Norden, wo die örtliche Ubbo-Emmius-Klinik nach und nach in ein RGZ umgewandelt werden soll, regt sich Protest: Anfang Juni demonstrierten mehr als 2000 Menschen. Sie wollen ihr Krankenhaus solange erhalten, bis eine geplante, große Zentralklinik zwischen den Städten Norden, Aurich und Emden gebaut ist. Das dauert allerdings noch Jahre. (dpa)

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Logo Digiteneers - Vertidisan

© Digitineers

Digitineers

Bei Schwindel – Vertidisan®: Die Therapie-App

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Logo Cardisio

© Doctolib

Doctolib

Mehr Service: KI-Assistenz rund um die Privatbehandlung

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Akute Belastung versus chronische Schäden

Marathonläufer sollten ihren Nierenstatus kennen

Lesetipps
Koloskopie, Blick auf den Monitor

© Issara - stock.adobe.com

Anstoß zur Diskussion

Darmkrebs: Ist die koloskopische Überwachung falsch aufgestellt?

Ein Arzt zählt mit den Fingern bis Drei.

© Arnéll Koegelenberg/peopleimages.com/stock.adobe.com

Regionaler Multimorbiditäts-Vergleich

Wo es relativ viele Ü-50-Jährige mit drei oder mehr chronischen Erkrankungen gibt