Wahlen

Professort Uwe Ebmeyer neuer Chef der Ärztekammer Sachsen-Anhalt

Intensivmediziner löst die langjährige Präsidentin Simone Heinemann-Meerz an der Kammerspitze ab. Hausarzt Thomas Dörrer wird neuer Vize.

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Professor Uwe Ebmeyer ist neuer Präsident der Landesärztekammer Sachsen-Anhalt.

Professor Uwe Ebmeyer ist neuer Präsident der Landesärztekammer Sachsen-Anhalt.

© Ärztekammer Sachsen-Anhalt

Magdeburg. Professor Uwe Ebmeyer ist neuer Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt. Sein Stellvertreter, der Hausarzt Thomas Dörrer ist ebenfalls neu im Amt. Der Mann an der Spitze der Kammer ist Leitender Oberarzt und Vize-Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie am Uniklinikum Magdeburg.

In den vergangenen fünf Jahren hat er als Vizepräsident die Geschicke der Kammer gemeinsam mit Dr. Simone Heinemann-Meerz geleitet, die sich nicht wieder zur Wahl gestellt hatte. Der auf Notfallmedizin spezialisierte Anästhesist will seinen Fokus in den kommenden fünf Jahren auf die Einigkeit der Ärzteschaft richten. Hier gebe es Entwicklungspotenzial, sagte er.

Enge Zusammenarbeit mit der KV angestrebt

„Wir haben gemeinsame Aufgaben, die wir auch gemeinsam vertreten müssen.“ Im Klartext bedeute das, mehr auf das vielfältige Wissen der Kammermitglieder zu bauen und sie in Gestaltungsprozesse zu integrieren. Dabei setzt der gebürtige Calbenser auf eine enge Zusammenarbeit mit der Schwesterkörperschaft KV. Ihm liege daran, „Interessen gemeinsam nach außen zu vertreten. Einigkeit macht stark. Wenn wir stark sein wollen, müssen wir einig sein“.

Als zentrales Anliegen bezeichnete der 57-Jährige, gemeinsam mit der Landesregierung neue Wege in der Gewinnung von Ärztenachwuchs zu gehen. Die Weiterbildung müsse attraktiver, Rahmenbedingungen für Studienabgänger als auch ausbildende Ärzte verbessert werden. Das schließe eine angemessene Vergütung ein. „Und dabei darf keine Rolle spielen, ob im Krankenhaus oder der Praxis ausgebildet wird“, so Ebmeyer. Einer eigenen Quote für den Studieneinstieg angehender Ärzte im Gesundheitsdienst, die von der bisherigen Gesundheitsministerin ins Spiel gebracht worden war, erteilte er dagegen eine Absage. Erfolgversprechender sei es, über Möglichkeiten des Quereinstiegs nachzudenken. Die 37-köpfige Ärztekammer wählte auf ihrer konstituierenden Sitzung zugleich den neuen Vorstand, dem sieben Mitglieder angehören, zwei Kliniker und fünf Vertragsärzte. (zie)

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