Verdacht auf Abrechnungsbetrug

Razzia in Leipziger Arztpraxen

Die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt offenbar gegen etliche aktive, aber auch ehemals praktizierende Ärzte. Der Vorwurf: Abrechnungsbetrug.

Veröffentlicht: 13.11.2019, 16:43 Uhr

Leipzig . Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat am Mittwoch im südlichen Umland eine Razzia in 18 Arztpraxen und Privatwohnungen durchgeführt.

Wie der „Mitteldeutsche Rundfunk“ unter Berufung auf die örtlichen Ermittlungsbehörden berichtet, stehen etliche aktive, aber auch ehemals praktizierende Ärzte im Verdacht, Abrechnungsbetrug begangen zu haben.

Demnach waren 160 Polizeibeamte und vier Staatsanwälte im Einsatz. Sie hätten Geschäftsunterlagen, Handys und Computer beschlagnahmt.

Die Ermittlungen würden sich auf acht Ärzte konzentrieren, von denen vier bereits pensioniert, jedoch noch als Vertragsärzte zugelassen seien und eine Abrechnungsnummer besäßen. Dieser Nummern sollen sich ihre Kollegen bedient haben. Die Kassen seien um mehr als 2,5 Millionen Euro geschädigt worden.

Wie der MDR weiter berichtet, sei noch nicht klar, ob tatsächlich nie erbrachte Leistungen abgerechnet wurden, oder aber lediglich Assistenzärzte Patienten ohne fachärztliche Aufsicht behandelt haben. (cw)

Mehr zum Thema

Sachsen

Neues Krebszentrum in Dresden eröffnet

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Mitarbeiter des Städtischen Krankenhauses und der Stadtwerke Kiel streiken vor dem Krankenhaus.

Tarifverhandlungen

Erste bundesweite Warnstreiks im Öffentlichen Dienst