Verdacht auf Abrechnungsbetrug

Razzia in Leipziger Arztpraxen

Die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt offenbar gegen etliche aktive, aber auch ehemals praktizierende Ärzte. Der Vorwurf: Abrechnungsbetrug.

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Leipzig. Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat am Mittwoch im südlichen Umland eine Razzia in 18 Arztpraxen und Privatwohnungen durchgeführt.

Wie der „Mitteldeutsche Rundfunk“ unter Berufung auf die örtlichen Ermittlungsbehörden berichtet, stehen etliche aktive, aber auch ehemals praktizierende Ärzte im Verdacht, Abrechnungsbetrug begangen zu haben.

Demnach waren 160 Polizeibeamte und vier Staatsanwälte im Einsatz. Sie hätten Geschäftsunterlagen, Handys und Computer beschlagnahmt.

Die Ermittlungen würden sich auf acht Ärzte konzentrieren, von denen vier bereits pensioniert, jedoch noch als Vertragsärzte zugelassen seien und eine Abrechnungsnummer besäßen. Dieser Nummern sollen sich ihre Kollegen bedient haben. Die Kassen seien um mehr als 2,5 Millionen Euro geschädigt worden.

Wie der MDR weiter berichtet, sei noch nicht klar, ob tatsächlich nie erbrachte Leistungen abgerechnet wurden, oder aber lediglich Assistenzärzte Patienten ohne fachärztliche Aufsicht behandelt haben. (cw)

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