Sozialausgaben

Sachsen-Anhalt: Ausgaben für Pflege steigen um 16 Prozent

Die Pflegeausgaben betragen 63 Prozent der gesamten Sozialausgaben des Landes Sachsen-Anhalt. Die Ausgaben für weitere Gesundheitshilfen sind zurückgegangen.

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Halle. In Sachsen-Anhalt sind 2021 rund 120 Millionen Euro für soziale Leistungen ausgegeben worden. Das waren 12 Millionen Euro oder rund 11 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Halle mitteilte. Den größten Anteil an den Sozialausgaben machte den Angaben zufolge auch 2021 mit 76 Millionen Euro (63 Prozent) die Pflege aus. Im Vergleich zu 2020 waren das elf Millionen Euro oder 16 Prozent mehr an Sozialleistungen in diesem Bereich, vor allem für die stationäre Pflege von Menschen. Wer Anspruch auf Sozialleistungen und in welcher Form hat, regelt in Deutschland das zwölfte Sozialgesetzbuch (SGB XII).

Die Ausgaben für Hilfen zum Lebensunterhalt etwa betrugen 2021 in Sachsen-Anhalt knapp 31 Millionen Euro. Das waren rund 25 Prozent der Gesamtausgaben und gleichzeitig ein Anstieg um 8,6 Prozent oder zwei Millionen Euro mehr im Vergleich zu 2020. Ein Grund dafür war unter anderem die Zahlung von Einmalhilfen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, wie eine Sprecherin des Landesamtes mitteilte.

Gut acht Millionen Euro zahlten die öffentlichen Träger des Landes 2021 für die Übernahme der Krankenbehandlungen und weiterer Hilfen zur Gesundheit. Hierzu gehörten auch vorbeugende Gesundheitshilfen und Hilfen zur Familienplanung. Im Vergleich zum Vorjahr waren es in der Summe rund eine Million Euro oder rund elf Prozent weniger, die dafür an Sozialleistungen gezahlt wurden.

Rund fünf Millionen Euro wurden 2021 für Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten und Hilfen in anderen Lebenslagen gewährt. Darunter fallen insbesondere die Blindenhilfe, die Übernahme von Bestattungskosten und die Hilfen zur Weiterführung des Haushaltes. Damit lagen diese Hilfen auf dem Niveau der Vorjahre. (dpa)

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