Sachsen

Sächsischer Sozialstaatssekretär Gaul in den Ruhestand versetzt

Stühlerücken in der sächsischen Landesregierung: Im SPD-geführten Sozialministerium wird Staatssekretär Uwe Gaul in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Gaul geht offenbar nicht im Guten.

Veröffentlicht:
Uwe Gaul, Staatssekretär im sächsischen Sozialministerium, im Bild bei einer Pressekonferenz zur Corona-Verordnung am 23. Juni 2020 in Dresden. Er wird nun in den Ruhestand versetzt und tritt aus der Partei aus.

Uwe Gaul, Staatssekretär im sächsischen Sozialministerium, im Bild bei einer Pressekonferenz zur Corona-Verordnung am 23. Juni 2020 in Dresden. Er wird nun in den Ruhestand versetzt und tritt aus der Partei aus.

© dpa

Dresden. Der Staatssekretär im sächsischen Sozialministerium, Uwe Gaul (SPD), wird in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Die Entscheidung sei mit Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) abgesprochen, teilte Gaul in Dresden mit.

Gaul, Jahrgang 1963, war seit Ende 2019 Staatssekretär von Sozialministerin Petra Köpping und arbeitete zuvor fünf Jahre lang ebenfalls in dieser Funktion bei der damaligen Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (beide SPD). Gaul kündigte seinen Austritt aus der SPD an und nutzte den Abschied vom Amt, um seine bisherige Vorgesetzte Köpping heftig zu kritisieren. Er ziehe es vor, „nicht weiter unter und mit Petra Köpping zu arbeiten“, schrieb Gaul.

Köpping, die auch Ministerin für gesellschaftlichen Zusammenhalt ist, gelinge es „neben Lippenbekenntnissen offensichtlich nicht einmal in ihrem eigenen Ministerium, diesen Zusammenhalt zu schaffen“.

Ministerin Köpping kann nun noch auf die Dienste von Staatssekretärin Dagmar Neukirch (SPD) zurückgreifen. Gerüchten zufolge will sie Abteilungsleiter Sebastian Vogel (SPD) als Nachfolger Gauls zum zweiten Staatssekretär ernennen. (sve)

Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Die Coronakrise hat den Pflegekräften an der Charité zugesetzt. Um sie zu unterstützen, gehören inzwischen zehn Psychologen zum Team. Sorgen können dadurch unkompliziert in den Pausen angesprochen werden.

© Alexander Raths / stock.adobe.com

Supervision an der Kaffeetasse

Wie die Charité ihren COVID-Kräften Beistand leistet

Diagnose Krebs

© Marco2811 / stock.adobe.com

Regionale Prävalenz

So häufig kommt Krebs in den einzelnen Städten und Landkreisen vor