Klinikverbund

Universitätsklinik will Mehrheit bei den Kliniken der Stadt Köln übernehmen

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KÖLN. In Köln nimmt die Bildung einer der größten Klinikverbünde des Landes Gestalt an. Die Universitätsklinik will noch vor Weihnachten ein Angebot für die Übernahme der Kliniken der Stadt Köln vorlegen, kündigte der Vorstandschef der Uniklinik Professor Edgar Schömig im Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" an. Der Verbund käme nach heutigen Zahlen auf mehr als 3000 Betten und würde 2100 Ärzte beschäftigen.

Die parteilose Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker hatte sich vor einigen Wochen für ein strategisches Zusammengehen der Uniklinik und der Städtischen Kliniken mit ihren drei Häusern ausgesprochen. Ein Grund für ihre Initiative sind die finanziellen Probleme der Städtischen Kliniken. Sie schreiben seit 2012 rote Zahlen. Nach Angaben Schömigs will die Uniklinik sich gesellschaftsrechtlich an den Städtischen Kliniken beteiligen und dort eine Führungsrolle übernehmen. Geplant sei keine feindliche Übernahme, sondern eine freundliche Mehrheitsbeteiligung, versuchte Schömig Bedenken gegen den Zusammenschluss zu zerstreuen. "Wir bieten dem Personal riesige Chancen und würden den Gesundheitsstandort insgesamt stärken."

Die Uniklinik müsse angesichts der hohen Auslastung immer wieder Patienten mit schweren Erkrankungen abweisen, sagt Vorstandschef Schömig. Diesen Patienten könne man künftig eine Behandlung anbieten. Er hofft, dass der Klinikverbund bis Ende 2018 steht. (iss)

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