GOÄ-Reform

Unterstützung für die GOÄ-Novelle jetzt auch aus Thüringen

Veröffentlicht:

Erfurt. Unterstützung für eine schnelle GOÄ-Novelle kommt nun auch aus Thüringen. „Seit nunmehr 30 Jahren wartet die Ärzteschaft auf diese Reform“, so Robert-Martin Montag, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP im Thüringer Landtag, in einer aktuellen Mitteilung.

Gemeinsam mit der PKV seien die Ärzte ihrer Verantwortung nachgekommen und hätten mithilfe vieler Kompromisse einen Entwurf erarbeitet, der kurz vor einer Einigung stehe. „Der Weg zur Reform ist damit endlich frei.“ Montag fordert daher ein klares Bekenntnis von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zur neuen GOÄ.

Erst vergangene Woche hatten sich Bundesärztekammer, PKV-Verband sowie der dbb Beamtenbund und Tarifunion per Brief an den Bundestag gewandt und um Unterstützung für die GOÄ-Novelle gebeten. Diese hatte ihnen der zuständige Berichterstatter der CDU/CSU-Fraktion, der Arzt Stephan Pilsinger, auch prompt signalisiert.

Auch Montag sieht dringenden Handlungsbedarf. „Die derzeitig geltende Fassung der GOÄ sorgt bei Patienten, Krankenversicherern, Beihilfe und Ärzten immer wieder für große Verunsicherungen, unnötige Rechtsstreitigkeiten und enorme Bürokratie.“ Lauterbach stehe in der Pflicht, das Gesundheitssystem auch abseits der Pandemie voranzubringen, sagt Montag. Die Sorge Lauterbachs, eine GOÄneu könne das Verhältnis von PKV und GKV verschieben, teilt Montag nicht. Ganz im Gegenteil, er kritisiert sie als vorgeschobenes Argument. „Dies ist schlicht falsch“, lautet Montags Einschätzung. Mit diesem Argument versage der Minister einem Berufsstand eine moderne Gebührenordnung. (eb)

Mehr zum Thema

Kammerstatistik

Mehr als 2.000 ausländische Ärzte arbeiten in Thüringen

KV Thüringen

Akutpraxis in Gera: Praxismodell gegen den Ärztemangel

Zu wenige Ärzte

Niederlassungsförderung in Thüringen wird aufgestockt

Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Weltkrebstag 2026

Was es für die optimale Krebsversorgung auf dem Land braucht

Herzinsuffizienz

HFrEF-Therapie: So sieht die optimale Therapie (derzeit) aus

Lesetipps
Eine Frau hält eine Lupe über die Abbildung einer Gebärmutter.

© Gambar / stock.adobe.com

Humane Papillomviren

Nach Impfung: HPV-Screening nur zwei- bis dreimal im Leben?

Ein einbandagierter Fuß

© Patrick Bonnor / stock.adobe.com

Wundheilung

Ulcus cruris venosum: Was für die Kompressionstherapie wichtig ist

Rita Süssmuth steht in ihrem Büro im Deutschen Bundestag.

© Bernd von Jutrczenka/dpa

Nachruf

Rita Süssmuth: Kämpferin gegen Diskriminierung