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Wegen fehlender finanzieller Unterstützung

Wissler wirft Lauterbach bei Klinikpleiten Kalkül vor

Für die zurückliegenden Insolvenzen bei Kliniken trage Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach eine Mitschuld, kritisiert die Linke im Bundestag. Er nehme diese vorsätzlich in Kauf.

Veröffentlicht:

Berlin. Ein perfides Spiel mit den Krankenhäusern wirft Janine Wissler, Vorsitzende der Linke, Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vor. Die „Insolvenzwelle“ bei den Kliniken gehöre „offenbar zum Kalkül“ des Ministers. Er schaue tatenlos zu, wie derzeit immer mehr Krankenhäuser in die Pleite rutschten. „Offenbar hofft Lauterbach, dass so der Widerstand gegen seine Krankenhausreformen nachlässt“, wird Wissler am Donnerstag in einer Pressemitteilung zitiert.

Nach den Worten der Parteivorsitzenden führe die Krankenhausreform in eine falsche Richtung, sie werde einen „Kahlschlag auf dem Land“ verursachen. Wenn es Operationen und spezielle Therapien nur noch in großen Zentren gebe, sei das lebensgefährlich, so Wissler. Sie forderte zudem, eine Profitorientierung im Gesundheitssystem zu beenden. Krankenhäuser gehörten in die öffentliche Hand.

In den vergangenen Monaten waren Insolvenzanmeldungen einiger Krankenhäuser bekannt geworden, etwa im Saarland, in Mecklenburg-Vorpommer, Hessen oder Brandenburg. Auch die Krankenhausgesellschaften warnen stetig vor einer großen Pleitewelle. (juk)

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