55jährige kämpft um Goldmedaillen

BERLIN (dpa). Nach Peking ist definitiv Schluss: Für Deutschlands bekannteste Behindertensportlerin Marianne Buggenhagen (55) werden die Paralympics in Peking zum letzten sportlichen Auftritt ihrer Karriere.

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Will’s noch einmal wissen: Rollstuhlfahrerin Marianne Buggenhagen tritt bei den Paralympics auch im Diskuswerfen an.

Will’s noch einmal wissen: Rollstuhlfahrerin Marianne Buggenhagen tritt bei den Paralympics auch im Diskuswerfen an.

© Foto: dpa

Bei ihrer fünften Paralympics-Teilnahme wird Buggenhagen im Kugelstoßen, wo sie den Weltrekord hält, Diskus- und Speerwerfen antreten. "Das will ich so erfolgreich tun, wie meine bisherige Karriere verlaufen ist. Dafür habe ich hart trainiert und noch einmal alles gegeben", sagt sie.

Die in Ueckermünde (Mecklenburg-Vorpommern) geborene Buggenhagen ist seit Mitte der 70er Jahre querschnittsgelähmt. Erst nach der politischen Wende in Deutschland konnte sie an großen internationalen Meisterschaften teilnehmen. Bei ihren bisherigen vier Paralympics- Teilnahmen gewann Buggenhagen schon achtmal Gold. Dazu kommen eine Vielzahl von WM- und EM-Titeln, mehr als 120 nationale Titel sowie diverse weitere Ehrungen und Auszeichnungen.

Bereits 1994 war die Athletin vom SC Berlin vor Franziska van Almsick und Steffi Graf zu Deutschlands "Sportlerin des Jahres" gewählt worden, das gelang noch keinem anderen Behindertensportler.

Ihre Konzentration gelte voll und ganz der sportlichen Leistung, betonte Buggenhagen. Statements zur politischen Situation in China werde sie nicht abgeben: "Die kritisierten Umstände bestehen ja zum Teil seit langem. Und die Politik hatte jede Menge Zeit, an ihrer Lösung oder Veränderung zu arbeiten. Das hat sie nicht getan. Es ist nicht Sache der Sportler, dass jetzt stellvertretend zu übernehmen", stellt Buggenhagen klar.

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